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Fehler oder Chance?

Dorsten Der Brief von Weihbischof Dr. Josef Voß war für die Kirchengemeinden St. Johannes, St. Agatha, St. Nikolaus und Heilig Kreuz ein kleiner Schock. Darin teilte Voß mit, dass die Gemeinden über kurz oder lang zusammen gelegt werden müssten. Einen genauen Termin gab er jedoch noch nicht bekannt.

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Anstatt jedoch die Hände in den Schoss zu legen und abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln, gehen die vier betroffenen Gemeinden aufeinander zu. Am Samstagnachmittag trafen sie sich auf neutralem Kirchhellener Boden in der St. Johannes-Kirche, um gemeinsam eine Klausurtagung abzuhalten.

Reger Austausch

Dabei wurden zunächst Informationen ausgetauscht, wie groß die Gemeinden sind, wie viele Mitglieder es gibt und wie die einzelnen Aktivitäten dort aussehen. Themen-Tische wurden gebildet, beispielsweise zu den Bereichen Familie, Liturgie, Ökumene, Seniorenbeirat und Öffentlichkeitsarbeit.

Dadurch hatten die verschiedenen Gemeinden die Möglichkeit, die Ansprechpartner aus den anderen Kirchen und ihre Arbeit besser kennen zu lernen. "Wir wollen nicht nur die Vereinsarbeit in den Gemeinden stärken, sondern miteinander arbeiten", erklärte Ursel Schwanekamp von St. Agatha. Schließlich ginge es in ihrer Arbeit auch in Zukunft darum, die Verantwortung für das christliche Leben zu übernehmen.

"Die Zusammenlegung müssen wir als Chance sehen", meinte Schwanekamp. Es gäbe immer weniger Gläubige in den Gemeinden und so sei es wirklich sinnvoller, zusammen zu arbeiten, damit die Kirchen wieder voll würden.

Ob die einzelnen Gemeinderäte die Fusion als Chance sehen und welche Befürchtungen sie haben, das wurde durch ein kurzes Brainstorming geklärt. Anhand von drei Fragen wurde die Meinung aller dargelegt: Welche Chancen sehe ich bei einer Fusion? Was befürchte ich? Was soll in meiner Gemeinde erhalten bleiben? Die Ergebnisse waren teilweise sehr eindeutig, insbesondere in Bezug auf die Befürchtungen und den Erhalt in den einzelnen Gemeinden.

Die meisten plädierten für den Erhalt ihrer Gemeindehäuser und fürchteten sich vor dem Wegfall der persönlichen Seelsorge sowie einer ungerecht verteilten Stimmberechtigung im gemeinsamen Gemeinderat. dzi

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