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Firma läuft wie geschmiert

Wulfen Der "Vorstandschef": Schuldirektor Johannes Kratz. Mitarbeiter seines Unternehmens: Eine Hauswirtschaftsmeisterin, zwei Köchinnen, 400-Euro-Kräfte, eine Auszubildende und eine Praktikantin. Kontrollorgan: Ein Aufsichtsrat aus Lehrern und Schülern.

Alle zusammen stehen hinter der Erfolgsgeschichte der "Firma" - "Neue Mensa e.V." der Gesamtschule Wulfen. An anderen Schulen nach kurzer Zeit längst kaputt gewirtschaftet, wächst und gedeiht das hauseigene Küchenunternehmen. Die gemeinnützige Einrichtung "Mensaverein" läuft seit zehn Jahren wie geschmiert. Denn die Nachfrage nach dem Essen aus der Schulküche Wulfen ist ungebrochen, steigt gar.

Kindergarten St. Barbara und Grüne Schule gehören seit langem zur Kundschaft. Neu hinzu kamen in diesem Schuljahr die Korczak- und Haldenwangschule. Rund 500 Essen werden so täglich fürs Haus selbst und auswärtige Abnehmer zubereitet.

Aus den Einnahmen wird das Personal bezahlt, das mittlerweile auf acht Frauen angewachsen ist. "Hinzu kommt jetzt noch eine Fahrerin, die die weiter entfernten Schulen zeitgerecht beliefert", erzählt Johannes Kratz. Stolz ist er darauf, dass eine Auszubildende kurz vor ihrem Abschluss steht. Nadine Goray hat das Hauswirtschaftshandwerk in Wulfen in der Praxis erlernt. Die Kosten wurden vom Mensaverein und der Stadt gleichermaßen getragen.

Die Stadt zog sich vor zehn Jahren aus der Finanzierung der Schulküche wegen ihrer angespannten Haushaltslage zurück. Mit der Übernahme durch den Mensaverein ging die Verantwortung für Personal und Finanzen an den Verein über. Klaglos steuert die Stadt deshalb weiterhin 35000 Euro als Grundkapital bei - im Gegenzug konnte sie innerhalb der letzten zehn Jahre dank des Mensavereins über eine halbe Million Euro einsparen. Selbstredend muss der gemeinnützige Verein mit spitzer Feder kalkulieren: "Wir dürfen weder Gewinne noch Verluste einfahren", weiß Johannes Kratz. Eine Buchhaltung mit ausgeklügeltem Budgetierungssystem sowie eine erfahrene Hauswirtschaftsmeisterin in Gestalt von Manuela Fasselt sorgen dafür, dass die Bilanzen stimmen.

"Bei uns wird nichts weggeworfen, die Mengen genau abgestimmt", wertschätzt der Direktor das hervorragende Kalkül seiner Küchenchefin. Die wiederum weiß mit ihrem Team das warmherzige Betriebsklima zu schätzen. Geben und Nehmen ist die Devise des Mensavereins. Nur so läuft der Laden nämlich. eng

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