Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Gruppe gibt gutes Gefühl der Geborgenheit

Dorsten "Stärke, Gottvertrauen und eine Portion Idealismus" wünschte die Stellvertretende Bürgermeisterin Christel Briefs den Mitgliedern und vor allem auch dem zukünftigen Leiter des MS-Kontaktkreises, Dieter Wiesmann, bei der 25-Jahr-Feier am Samstag.

Gleichzeitig wurde bei der Veranstaltung im Gasthof Schulte die bisherige Leiterin und Gründerin des Dorstener Kontaktkreises, Liselotte Mische, verabschiedet. Briefs sagte in ihrer Rede: "Ich bin sicher, vielen Menschen ist durch Ihren Einsatz geholfen worden", und erinnerte sich und die Gäste an ein früheres Zusammentreffen mit Mische, als nämlich diese im Jahre 2003 für ihre Arbeit in Dorsten das Bundesverdienstkreuz erhielt.

Kritische Patienten

Seit der Gründung am 7. September 1982 habe sich viel verändert, resümiert Mische selbst, durch gemeinsame Unternehmungen und fachärztliche Beratungen und Informationen sei der MS-Patient heute "ein mitdenkender und kritischer Patient" geworden. Harry Wermuth, geschäftsführender Vorstand des Dachverbandes DMSG NRW, betonte anschließend, wie wichtig es sei, dass Betroffene und ihre Angehörigen gemeinsam Probleme erkennen und lösen würden. So entstünden Selbstvertrauen und eine veränderte Lebenssicht: "Nur die Gruppe gibt uns das gute Gefühl der Geborgenheit."

Zeit und Zuwendung

Aufeinander zugehen, miteinander in Kontakt bleiben, sich umeinander kümmern, das sind die zentralen Dinge, die auch Mische noch einmal deutlich betont: "Ich weiß, es ist der Zahn der Zeit, keine Zeit mehr zu haben. Aber wir haben sie, wenn wir wollen." Medizin und Technik hätten in den letzten 25 Jahren zwar große Fortschritte gemacht und das Leben mit der Krankheit verbessert, ersetzten aber noch lange keine menschliche Zuwendung, so Mische. Sie betonte, welche Bedeutung auch einfache Dinge wie ein Telefonanruf haben können.

Wie wichtig Misches persönliches Engagement und ihre Durchsetzungskraft für den Kontaktkreis waren und noch sind, zeigten auch die vielen Glückwünsche, Präsente und Dankesworte, die wechselseitig ausgetauscht wurden. Es gibt viele Dinge, die diese Krankheit zerstört und verhindert - Gefühle der Freundschaft und Anteilnahme gehören ganz offensichtlich nicht dazu. kab

Anzeige
Anzeige