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Händler im Internet betrogen

Dorsten "Passen Sie besser auf ihren Mann auf!"

Diesen Ratschlag gab Richterin Regine Heinz der Ehefrau des soeben verurteilten Betrügers. Die mitangeklagte Ehefrau wurde aufgrund fehlender Beweise freigesprochen, auch wenn Richterin Heinz vermutete, sie habe von dem Betrug ihres Mannes gewusst. Das in Duisburg geborene, heute in Oberhausen lebende Paar, war im März 2006 in Barkenberg beheimatet.

Im Internet bestellte der heute 31-Jährige in 16 verschiedene Waren bei einem Internet-Versandhaus ohne diese bezahlen zu können oder zu wollen. Es entstand ein Gesamtschaden von rund 1300 Euro. Die Betrugsabsicht wurde deutlich, da er einen falschen Namen und eine verkehrte Bankleitzahl angab.

Dem Paar war die gemeinschaftliche Tat vorgeworfen worden, da recht frauliche Dinge, wie ein Damenrasierer, Nähmaschine und Friteuse unter den gelieferten Bestellungen waren. Vor Gericht beteuerte der Angeklagte, dass er die Aufträge im Alleingang aufgegeben habe. Er habe seine Frau zum Hochzeitstag überraschen wollen und auch für seine Mutter einen DVD-Player bestellt. Die 27-jährige Angeklagte betonte, sie habe keine Ahnung vom Computer und sie sei davon ausgegangen, dass ihr Mann für seine Aushilfe im Obstladen Geld erhalten und damit die Waren bezahlt habe.

Er hingegen schilderte, für seine zeitweise Arbeit im Obstgeschäft mit Naturalien belohnt worden zu sein. Da der Vater von fünf Kindern elf Eintragungen in seinem Strafregister besitzt die fast immer mit einer Geldstrafe geahndet wurden, befand das Gericht eine Geldstrafe als nicht wirksam genug.

"Das hat ihn nicht beeindrucken können", befand der Staatsanwalt und forderte, eine Freiheitsstrafe von einem Jahr zur Bewährung. Dem schloss sich Richterin Heinz an und setzte die Bewährungsfrist auf drei Jahre fest, zudem habe der Angeklagte 25 Euro pro Monat als Schadenswiedergutmachung an die betrogene Firma zu zahlen. se

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