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Jubiläum der Schlosskapelle gefeiert

RAESFELD "So'n Gedränge ist hier selten. Da wird sich der Pastor freuen", entfuhr es der älteren Dame am Sonntagmorgen vor Beginn des Gottesdienstes. Gefeiert wurde das 350-jährige Bestehen der Schlosskapelle.

Jubiläum der Schlosskapelle gefeiert

<p>An der Gestaltung des gut besuchten Festgottesdienstes zum 350-jährigen Bestehen der Schlosskapelle nahmen vier Geistliche teil. RN-Foto Scheffler</p>

Die zusätzlich aufgestellten Stühle beengten den Mittelgang, durch den wenig später die Messdiener ihren Pastor Johannes Arntz von der Raesfelder Kirchengemeinde St. Martin zum Altar geleiteten. Die Fahne der Raesfelder Schlossfreiheit trug deren amtierender "Bürgermeister" Georg Gudel zum Altar. Zur Gestaltung des Gottesdienstes trugen Johannes Bengfort, Dr. Antonius Hamers und Domkapitular Dr. Christoph Hegge als Geistliche ebenso bei wie Organist Christoph Spangemacher, einige Bläser der "Raesfelder Burgmusikanten" und des "Fanfarenkorps Raesfeld" sowie die von Helmut Hater geleitete Schola von Sankt Martini.

Heiliger Sebastian

In den Mittelpunkt seiner Festpredigt stellte Dr. Hegge das Leben des heiligen Sebastian, des Schutzpatrons der Raesfelder Schlosskapelle. Auf die von Pfeilen durchbohrte Plastik des Heiligen in der Kapelle deutend, erinnerte Dr. Hegge an den Märtyrertod des heiligen Sebastian, der "für den christlichen Glauben ein glaubwürdiges Zeugnis abgelegt" habe. Er sei bereits als junger Mann ein eifriger Christ gewesen und im Verlauf seines Lebens zum Boten für die Barmherzigkeit und den Frieden Gottes geworden.

Bürgermeister Udo Rößing lobte beim anschließenden Empgang im Rittersaal das Engagement der Mitglieder der Raesfelder Freiheit, die Kapelle zum Jubiläum mit großem finanziellen und noch mehr ehrenamtlichen Aufwand herauszuputzen. Dem Bemühen der Bürgerschaft sei es zu verdanken, dass das denkmalgeschützte Gebäude inzwischen eine vielfältige Nutzung erfahre. Die reiche von Gottesdiensten bis zur Durchführung kultureller Veranstaltungen wie Konzerten und Ausstellungen.

Orgel ist zu laut

 "Wir können stolz sein, dass wir die Schlosskapelle haben", stellte Pastor Arntz fest und bekannte in der Rückschau auf seinen Amtsantritt im Jahre 1999, sofort "verliebt in die kleine Kapelle" gewesen zu sein. Seinen Dank an die Schlossfreiheit verband Pastor Arntz mit der Anregung für zwei größere Anschaffungen.

Für ein 2000 Euro teures "ewiges Licht", das ausgangs des 17. Jahrhunderts hergestellt wurde und sich jetzt im Fundus eines Kevelaerer Goldschmiedes befindet, hat er schon eine Anzahlung geleistet. Etwa 80 000 Euro soll eine neue Orgel kosten, die der Pastor gerne als Ersatz für die jetzige Orgel installieren möchte, die "so überhaupt nicht in den Raum passt und viel zu laut ist." .

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