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Kinder erobern neuen Spielplatz

Dorsten Sophia (5) klettert die Wand hoch, hält sich mit der rechten Hand an einer Schweinsnase und mit der linken an einem Fisch fest. Und schon ist sie oben. Dort muss sie sich entscheiden: Rutsche oder Eisenstange? Sie wählt die Abfahrt. Und ihre Mutter rutscht gleich hinterher.

"Richtig prima" findet Astrid von Nagel, Sophias Mutter, den neuen Spielplatz der Kindertagesstätte "Pusteblume", der am Samstag mit einem Herbstfest eröffnet wurde. "Hier haben die Kinder alle Möglichkeiten und wenn sie viel spielen, sind sie auch viel ausgeglichener." Dem kann Gisela Petzel, Leiterin der Einrichtung, nur zustimmen: "Wir haben versucht, ein möglichst großes Bewegungsangebot zu ermöglichen".

Behindertengerecht

Das war gar nicht so einfach, denn das wunderschön begrünte Außengelände muss behindertengerecht gestaltet sein. Insgesamt 19 Kinder mit Behinderung betreut die integrative Kindertagesstätte. Beispielsweise wurde der neue Matschplatz so angelegt, dass auch Kinder im Rollstuhl bequem an die Wasserpumpe heran fahren können. Die Nestschaukel vermittelt Kindern ein Gefühl von Sicherheit, weil sie sich mit dem ganzen Körper in das blaue Nest kuscheln können. Und auf der bunten Kletterburg können die Kleinen tolle Abenteuer erleben: Sich zum Beispiel auf der Hängebrücke über eine gefährliche Schlucht hangeln, vom Turm aus den Feind sichten oder die Eisenstange herunter sausen, um ein Haus zu löschen.

Vier Wochen dauerten die Bauarbeiten. Eine spannende Zeit für die jungen Besucher: Bagger und Baufahrzeuge wühlten sich durch die Erde. Aber nun sind doch alle froh, dass die Geräte endlich erobert werden dürfen. "Der Spielplatz war mit 19 Jahren so alt wie die Einrichtung", erklärt die Gisela Petzel. Etwa 46 000 Euro kostete die Umgestaltung, die teilweise durch Spenden- und Stiftungsgelder finanziert wurde. Und alles ist so sicher gebaut, dass die Kinder sich hier sogar in Gruppen alleine austoben dürfen: "Dabei können sie viel Selbstvertrauen erlangen." ar

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