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Kleinode unter den Kirchen

Dorsten Geschichte zum Anfassen verspricht der deutsche Denkmaltag.

Unter dem Motto "Lasst die Kirche im Dorf" dreht der Denkmaltag sich zum 15. Mal um historische Bauten, die eine Menge Sehenswertes anbieten und doch vernachlässigt werden. Denn nach Meinung von Alfred Stemmler (Foto, li.) erhalten sie sonst viel zu wenig Aufmerksamkeit.

Stemmler ist Kirchenführer und Theologe. Er organisiert den Denkmaltag im Kreis Recklinghausen, der am 9. September stattfindet. Sein Ziel ist es, den Menschen der Region verschiedene denkmalgeschützte Kirchen und ihren besonderen Charme nahe zu bringen. "Wer kennt schon andere Kirchen, als die, die man stetig vor Augen hat, weil sie zum Wohnort gehören?", fragt der Theologe.

Zwei Routen

Aus diesem Grund hat er sich zwei Routen überlegt, bei denen ausgesuchte Kirchen in den Kreisstädten angefahren und besichtigt werden. Es wird eine Nord- und eine Süd-Route geben. Dazu sind Interessenten jeweils am 9. September eingeladen. Die Touren finden ganztätig statt und werden mit Linienbussen abgefahren, die die Vestische für diesen Tag zur Verfügung stellt.

"Damals war hier alles erzkatholisch", erklärt Stemmler, "von daher sind kaum evangelische Kirchen dabei". Er möchte jedoch darauf aufmerksam machen, dass die gesamte Veranstaltung ökumenisch ausgelegt ist.

Schnuckeliges Objekt

Als Beispiel für die Besonderheiten vieler Kirchen geht Stemmler auf die St. Antonius Kirche in Holsterhausen ein. Fast schwärmerisch macht er auf "die schnuckeligen, kleinen Objekte" aufmerksam, die nur die Gemeinde kennt".

Die St. Antonius Kirche entstand im Jahr 1891 als "Produkt der industriellen Revolution", wie Pfarrer Ludger Ernsting erzählt. Nachdem sich die Bevölkerung innerhalb kurzer Zeit verzehnfacht hatte, wurde die Kirche damals zu klein und musste vergrößert werden. Der Neubau entstand 1913, aber schon 1920 wies der Bau erste Mängel auf. "Daraufhin wurde die Kirche ganz neu gestaltet", sagt Ernsting. Stemmler ergänzt, dass "die so entstandene Ruine ihren eigenen Reiz erhalten hat. Insbesondere durch die neugotische Gestaltung der Fenster. Hier trifft Neu und Alt in schöner Weise aufeinander". kw

Interessenten melden sich für die Busrundfahrten unter Tel.: (02365) 9 35 21 an.

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