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Kreisverkehr bringt viele zum Rotieren

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Wulfen "So schnell vergesse ich den 16. Juli nicht", seufzt der Wulfener Dieter Wolff. An diesem Tag wollte er in den neuen Kreisverkehr am Wittenbrink Ecke Kleiner Ring einbiegen und stieß dabei mit einem PKW zusammen, der den Kreisverkehr verließ.

Wolff ist sicher, dass es mit einer sensibleren Verkehrsführung nicht zu diesem Unfall gekommen wäre. Grundsätzlich ist er der Meinung: "Dieser Kreisverkehr ist so nötig wie ein Kropf!" Er glaubt, die Autofahrer hätten sich an die alte Situation gewöhnt und mit dem Zustand im Laufe der Jahre arrangiert. Seine Erkundigungen bei der Polizei ergaben, dass im Jahr 2006 in diesem Kreuzungsbereich nur zwei Verkehrsunfälle passiert sind. Seit Bestehen des neuen Kreisverkehrs waren es jetzt schon drei.

Fehlkonstruktion?

Darauf zielten auch Fragen an die Verwaltung im Planungsausschuss und im Rat. "Ist dieser Kreisverkehr eine Fehlkonstruktion?", wollten Politiker wissen, "muss noch baulich nachgebessert werden"?

Stadtbaurat Frank Gläßner gab zu bedenken, dass an diesem Knotenpunkt durch die Bundesstraßen-Baustelle ein fast zehn Mal höheres Verkehrsaufkommen zu verzeichnen sei als es dort sonst üblich ist: "Dort münden gleich fünf Straßen ein - ohne den Kreisverkehr wäre jetzt das Chaos komplett."

Vorsicht geboten

Wer sich mit angemessener Vorsicht im Kreisverkehrs-Bereich bewege, für den dürfe es eigentlich keine Probleme geben. Gläßner: "Wenn natürlich zu schnell gefahren wird oder einbiegende Fahrzeuge sich in der Fahrbahnmitte platzieren, kann es durch solches Fehlverhalten zu kritischen Situationen kommen. Aber das wird sich einspielen, wenn sich alle an die neue Situation gewöhnt haben."

Vorschläge von Bürgern, Verengungen an den Einmündungen zu beseitigen und die Einfahrt zu erleichtern, werden gegenwärtig im Rathaus geprüft: "Der Denkprozess ist noch nicht abgeschlossen." egg/kdk

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