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Landwirte lernen Landschaftsschutz

SCHERMBECK Besuch vom Landschaftsplaner des Kreises Wesel erhielten jetzt die Schermbecker Landwirte. Der Weseler Vertreter versuchte ihnen den Landschaftsschutz nahe zu bringen.

Landwirte lernen Landschaftsschutz

Jürgen Danielczik vom Kreis Wesel erläuterte den interessierten Landwirten das Gewässerrandstreifenprogramm, das sich für die Bauern in klingender Münze auszahlt.

Jürgen Danielczik informierte Mitglieder der Interessengemeinschaft Schermbecker Landwirte über das Gewässerrandstreifenprogramm des Kreises Wesel. Danielczik ist in der Kreisverwaltung Wesel zuständig für den im Dezember 2004 rechtskräftig gewordenen Landschaftsplan Hünxe-Schermbeck.

Vielfach Überdüngung festgestellt

„Die Stoffeinträge sollen verringert werden“, begründete Danielczik die Werbeaktion des Kreises Wesel und verwies auf die an vielen Gewässern festgestellte Überdüngung im Uferrandbereich. Inzwischen konnten in Schermbeck 19 Landwirte gewonnen werden, sich am Gewässerrandstreifenprogramm zu beteiligen. Bisheriger Schwerpunkt war der Mühlenbach. Es können aber auch Randstreifen an anderen Gewässern ins Programm eingebracht werden.

Der Kreis Wesel bietet vier Vertragspakete an, deren Laufzeit fünf Jahre beträgt. Bereits am Ende des ersten Vertragsjahres wird das Geld für den gesamten fünfjährigen Zeitraum gezahlt. Pro Hektar kann ein Landwirt 289 Euro erhalten, wenn er der bisherigen Grünlandnutzung einen drei bis maximal zehn Meter breiten Gewässerrandstreifen ab der Böschungsoberkante entzieht und auf dieser Fläche nicht mehr düngt und nicht mehr Pflanzenschutzmittel ausbringt. Bei Wiesennutzung ist das Mahdgut abzufahren.

590 Euro Ausgleichszahlung

 590 Euro pro Hektar erhält der Landwirt jährlich als Ausgleichsbetrag, wenn er erst ab dem 15. Juni mäht und das Mahdgut ebenfalls abfährt. Das meiste Geld erhält jener Landwirt, der ursprüngliches Ackerland mit einem Gewässerrandstreifen versieht. Dann gibt es 715 Euro pro Hektar, wenn im neuen Grünlandstreifen erst ab dem 15. Juni gemäht wird. Das Grünland im Gewässerrandstreifen kann weiter beweidet werden. Es braucht auch kein Zaun gezogen zu werden. Auch die Gewässerunterhaltung wird von den Wasserverbänden wie bislang durchgeführt.  

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