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Landwirte schütten ihr Herz aus

Erle "Wer einmal nach Raesfeld kommt, muss das nächste Mal nach Erle gehen." Das dachte sich Dr. Markus Pieper MdEP (CDU) und reiste am Mittwoch zu Landwirt Josef Greving im den beschaulichen Ortsteil. Pieper kam nicht allein, er hatte eine ganze Delegation dabei, unter anderem war auch Bürgermeister Rößing vor Ort.

Das letzte Mal besuchte Pieper Raesfeld vor gut einem Jahr. Damals wütete die Schweinpest, tausende Tiere wurden gekeult. Die Landwirte der Region beklagten vor mangelndes Krisenmanagement, es wurden auch Beschwerden über die Zusammenarbeit mit Brüssel laut.

Jetzt, ein gutes Jahr später, kam der Pieper wieder nach Raesfeld - und hatte gute Nachrichten im Gepäck. Dank des modernen Test-Verfahrens PCR (Polymerase-Kettenreaktion ) können Seuchen-Ausbrüche wie in 2006 vermieden werden. Mit der Methode können virale Erreger direkt nachgewiesen werden.

Im Gegensatz zu klassischen Antikörper-Tests, die im Fall der Schweinepest erst nach Ausbruch der Krankheit anschlagen, ermöglicht PCR eine schnelle Reaktion: "Damit kann man gesunde Tiere wieder auf den Markt bringen, ohne dass man massenweise Keulen muss", erklärt Pieper. Die Reaktionen im vergangenen Jahr nannte das Mitglied des Europa-Parlaments "unverhältnismäßig". Jetzt hofft Pieper, dass sich das neue Verfahren etabliert, auch bei der Maul- und Klauenseuche, die gerade in England ausgebrochen ist, wäre mit PCR ein Direktnachweis möglich. "Ich verspreche nichts, aber ich hoffe, dass es beim nächsten Mal gesitteter abläuft. Das Frühwarnsystem hat damals versagt." ah

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