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Lichtpunkte in trüben Trauertagen

Dorsten Der November ist besonders schwer. "Die vielen Totentage wecken schmerzliche Erinnerungen an geliebte Verstorbene, die manche Angehörige in ein tiefes Loch hinabziehen können."

Magdalena Starke und Agnes Schmitz wissen um die schweren Kämpfe, die Trauernde durchzustehen haben. Die zurückliegende Mitarbeit der beiden Dorstenerinnen im Hospizdienst ließ das Herzensanliegen in ihnen wachsen, Angehörige nicht alleine in ihren Tränen stehen zu lassen.

Vor drei Jahren riefen sie einen offenen Trauertreff ins Leben, der alle drei Wochen im Bestattungshaus Lenert Betroffenen die Möglichkeit zu Gespräch und Austausch bietet.

"Zum ersten Treffen kamen auf Anhieb zehn Personen", bestätigte sich für die Beiden, dass sie mit ihrem kostenlosen Angebot in die "richtige Lücke" gesprungen waren. Hinzu kam die Trauergruppe, die je nach Bedarf an sieben bis neun Abenden den einzelnen Teilnehmern Hilfe bei der Trauerarbeit leistet und gemeinsam Perspektiven für ein normales Weiterleben entwirft.

Jetzt will das engagierte Duo mit einer neuen Idee etwas Licht in den trüben November bringen: "Am 10. November laden wir zu einer Trauerwanderung mit anschließenden Kaffeetrinken ein", verkündet Magdalene Starke. Bei einem Spaziergang durch den Wald sei man buchstäblich auf dem rechten Weg, Gedanken, Blockaden und Ängste loszulassen und anschließend im ruhigen Kaffee-Kreis Gleichgesinnter zu besprechen.

Hemmschwelle

Die ausgebildeten Fachfrauen wissen, dass es vielen schwer fällt, sich in ihrer Trauer anderen zu öffnen. Sie wissen aber auch, dass der Austausch in der Gruppe Herz und Seele leichter machen. "Wir möchten möglichst vielen Betroffenen mit unseren Angeboten helfen", ermuntern sie alle, den Sprung über die Hemmschwelle zu wagen. sing

Informationen und Anmeldungen: Tel. (02362) 22033.

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