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Mit "12 x 8" fing alles an

Dorsten Als Frau der 1. Stunde ist Töne Hauser seit 1977 mit von der helfenden Partie. Jetzt feiert auch sie den runden Geburtstag mit: 30 Jahre Soziales Ehrenamt der Malteser in Dorsten.

Mit dem knallgelben Faltblatt "action 12 x 8" fing alles an: "Darin wurde um ehrenamtliche Dienste im Krankenhaus geworben", klärt Ursula Ansorge auf, die selbst seit mehr als 50 Jahren, davon 18 als Stadtbeauftragte in Dorsten, bei den Maltesern aktiv ist. Einmal im Monat - daher die 12 - sollte man acht Stunden - daher die 8 - Dienst im Krankenhaus machen.

Töne Hauser meldete sich damals mit weiteren 24 Frauen zum 1. Schwesternhelferinnen-Lehrgang an, der 1977 im Dorstener Krankenhaus, damals noch am Westwall, unter der Leitung von Krankenpfleger Alfons Althaus an den Start ging.

"Wir haben Insulin gespritzt und Blutdruck gemessen, Verbände angelegt und die Pflege gemacht", erinnert sich Töne Hauser an die wertvolle Ausbildung, die ihr nicht nur in ihrer Großfamilie, sondern auch bei der Pflege anderer hilfsbedürftiger Menschen von großem Nutzen war.

In den zurückliegenden drei Jahrzehnten sind die ehrenamtlichen Aufgaben der Malteser stetig gewachsen. Neben der Ausbildung zu Schwesternhelferinnen und verschiedenen Erste-Hilfe-Kursen zählen vielfältige soziale Dienste zu dem Angebot: Rollstuhlfahrertreff und Behindertenfreizeiten, Hausnotruf und Sitztanz, Hospizarbeit und Sanitätsdienste leisten die ehrenamtlichen Helfer. Die Jugendgruppe, die sich zurzeit neu formiert, will die Jugendarbeit der Malteser in Dorsten intensivieren.

Auch die Rumänienhilfe, die vor 17 Jahren in den Stil gestoßen wurde, hat reichlich Früchte getragen. "Dank der Unterstützung vieler Dorstener konnten wir Lastwagenfüllungen voller Hilfsmittel für Alten-, Kinderheim und Krankenhaus in Baia Mare schicken", resümiert Ursula Ansorge. Heute liege der Schwerpunkt der Hilfe eher in der Verbesserung struktureller Probleme.

Acht Rumänen werden auch in Dorsten zu Gast sein, wenn die Malteser am Samstag, 8. September, mit einem Aktionstag auf dem Platz der Deutschen Einheit 30 Jahre Soziales Ehrenamt feiern. Auf Info- und Fototafeln werden sie von 10 bis 15 Uhr ihre vielfältige Arbeit in den vergangenen drei Jahrzehnten präsentieren. "Es gibt auch Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und Kaffee und Kuchen", heißt Ursula Ansorge jeden herzlich willkommen. Eine hat schon zugesagt: Töne Hauser. sing

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