Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mit roter Kappe in grüner Ente

Schermbeck Während eines festlichen Gottesdienstes in der Georgskirche wurde Sonntagnachmittag Pfarrer Wolfgang Bornebusch nach 32-jähriger Tätigkeit als Seelsorger verabschiedet

Geistliche der benachbarten Kirchengemeinden sowie die Presbyter und Superintendent Dieter Schütte begleiteten Bornebusch vom Jugendheim zur Georgskirche. In seiner Abschiedspredigt befasste sich Bornebusch im Beisein des ehemaligen Superintendenten Walter Stempel mit dem ersten Vers des 98. Psalms (Singet dem Herrn ein neues Lied). An die Predigt schloss sich der musikalische Vortrag von Johann Pachelbels doppelchöriger Motette zum selben Psalmvers an. Ausführende waren der Schermbecker Kirchenchor und ein von Kirchenmusikerin Anke Laser geleiteter Projektchor aus Wesel.

Perfektionismus

Die Glocken läuteten, als Superintendent Dieter Schütte die Entpflichtung Wolfgang Bornebuschs von seinen gemeindlichen Aufgaben übernahm und dabei die Leistungen Bornebuschs für den Kirchenkreis Wesel würdigte. "Wolfgang Bornebusch ist ein wohl strukturierter Mann, der mit seinem Perfektionismus sein Umfeld bisweilen unter Druck setzte", bilanzierte Schütte schmunzelnd die Arbeit Bornebuschs, der mit all seinen Talenten gewuchert habe.

Im Anschluss an den "Irischen Reisesegen", der vom Kirchenchor und dem neuen Chor "TonArt" vorgetragen wurde, folgte ein Reigen von Reden, der von Kirchmeisterin Ilsetraut Blankenagel eröffnet wurde. Sie erinnerte an den Planer und "Architekten" Bornebusch im Rahmen mehrerer Baumaßnahmen, an die systematische Förderung der Jugendarbeit, an Bornebuschs gutes Verhältnis zur Kommunalgemeinde und an seine guten Beziehungen zur Ludgerusgemeinde.

Eine Menge bewirkt

"Sie haben eine ganze Menge in Schermbeck bewirkt", bescheinigte Bürgermeister Grüter. Als ehemaliger Pfarrer von St. Ludgerus berichtete Franz-Gerd Stenneken vom gemeinsamen Traum, beide Schermbecker Kirchengemeinden unter einem Dach arbeiten zu lassen. Der amtierende Ludgerus-Pfarrer Klaus Honermann schenkte Bornebusch Fahrradzubehör und eine Schirmkappe in Kardinalsrot mit der Aufschrift "Ökumene erfahren".

Eine von Pastorin Helma Pontkees angekündigte Überraschung erwartete Bornebusch auf dem Kirchplatz. Zum Amtsantritt in Schermbeck vor drei Jahrzehnten kam Bornebusch in einem Citroen 2 CV. In eine solch knallgrüne "Ente" stieg Bornebusch am Sonntag mit seinen katholischen Amtsbrüdern Stenneken und Honermann, um sich von Jörg Thiel vom "Citroen-Club Kirchhellen" fahren zu lassen. In geselliger Runde wurde im und am Jugendheim Abschied gefeiert. H.Sch.

Anzeige
Anzeige