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Netzwerke sind die Chance

Dorsten "Wie kann Dorsten dabei sein?" Diese Frage stellte Bürgermeister Lambert Lütkenhorst auf der Dorstener Kulturkonferenz an Jürgen Fischer, den Programmkoordinator der Kulturhauptstadt 2010. Am Mittwoch hatten sich dort Vertreter der Dorstener Kulturszene versammelt, um die Dorstener Beteiligung bei der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 zu erläutern.

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Es sei wichtig, betonte daher Jürgen Fischer, gezielt Prioritäten zu setzen. Die Konkurrenz durch umfassende Projekte sei groß, eine Addition kleiner Projekte daher chancenlos.

Wichtig sei es, zu clustern, sich also zusammenzuschließen. Gute Beispiele seien Vernetzungsprojekte wie der von Virtuell-Visuell e.V. und vier anderen regionalen Kunstvereinen konzipierte "Gahlener Kohleweg" und das Projekt "Angekommen!?" des Jüdischen Museums. Auch besteht die Möglichkeit der Einbindung in Programme wie "Twins 2010" und "Local Heroes" oder bei Initiativen von Stadtbibliotheken, Volkshochschulen. Sogar Projekte im Bereich der Stadtentwicklung böten Dorsten die Chance, dabei zu sein.

Handlungsbedarf ist da

Auf städtischer Ebene ist der Handlungsbedarf in jedem Fall gegeben. Bei der Präsentation seiner Überlegungen zur Dorstener Local-Heroes-Woche konnte Klaus Schmidt, Kulturbeauftragter der Stadt, noch keine konkreten Vorschläge machen: Man sei offen für alles und wolle demnächst noch genauere Überlegungen zu den Programminhalten anstellen.

Für Kooperationen im Rahmen des "Twins2010-Programms" haben die Partnerstädte Rybnik und Newtownabbey schon ihr Interesse bekundet.

Bei den Partnertagen in Rybnik 2008 könnte man dann laut Bürgermeister Lütkenhorst schon mal "Twins ausprobieren". Auf der Basis dieses Testlaufs besteht immerhin noch die Chance, sich um Förderung bei der RUHR.2010 GmbH zu bemühen. Die zweite Runde für Projektanträge endet erst am 31.11.2008.

Virtuelles Forum

Um die Beteiligung der Dorstener Bürger bei weiteren Überlegungen zu ermöglichen, versprach der Bürgermeister, ein virtuelles Forum für Ideen und Vorschläge zu schaffen. Auch sei man auf Partner und Sponsoren vor Ort angewiesen, da diese Initiativen nicht aus den Finanztöpfen der Kulturhauptstadt bezahlt werden.

Klare Worte sprach an diesem Abend Kultur-Redakteur Hans-Jörg Loskill, Jury-Mitglied des Tisa-von-der-Schulenburg-Preises: Dorstens Chancen liegen vor Ort und bei regionalen Kooperationen. Man solle sich keine Illusionen machen: Die großen Partner und die großen Fördertöpfe seien "alle schon vergeben".

Im September soll die Dorstener Kulturkonferenz in die zweite Runde gehen. EK

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