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Neues Modell einer denzentralen Kultur-Metropole

Dorsten "Die Ruhrgebiets-Städte haben in Sachen Kulturhauptstadt Ruhr 2010 allen Grund, optimistisch zu sein", gab Ruhr 2010-Programm-Koordinator Jürgen Fischer gestern den Teilnehmern der erste Dorsten Kulturkonferenz mit auf den Weg.

Bürgermeister Lambert Lütkenhorst hatte ins Forum der VHS geladen und gut 50 Teilnehmer aus Verwaltung und Politik, Kunst und Kultur waren gekommen, um auszuloten, inwieweit sich die Stadt ins Kulturhauptstadtjahr einbringen kann.

Kein Event-Feuerwerk

Es wird kein Event-Feuerwerk geben, versprach Jürgen Fischer den Anwesenden, die Kulturhauptstadt wolle vielmehr viele Akteure, viele Menschen mitnehmen, von Kirchengemeinden über Migranten bis hin zu Sportlern und Pfadfindern. "Wir wollen nicht nur die Hoch-, sondern auch die Alltagskultur präsentieren." Ruhr 2010 soll ein regionales Entwicklungsprojekt mit europäischer Dimension werden.

"Ihr seid keine Stadt, ihr habt keine Geschichte", sei den Kulturhauptstadt-Initiatoren zu Beginn des Bewerbungsmarathons vorgeworfen worden. Doch gerade damit könne das Ruhrgebiet wuchern, sei es doch "ein neues Modell einer dezentralen Metropole", zudem ein "neues Kulturmodell", wo Kultur nichts Ererbtes, sondern etwas Erarbeitetes sei, was von großem bürgerschaftlichem Engagement zeuge.

"Keiner weiß derzeit, was an Projekten umgesetzt wird, noch ist vieles möglich", warb Jürgen Fischer darum, Ideen bis Ende Oktober vorzuschlagen. Projekte, die sich dem Vernetzungsgedanken verschreiben, die nachhaltig sind, haben große Chancen.

Der Projektkoordinator stellte die vier Themenfelder "Stadt der Künste", "Stadt der Kulturen", "Stadt der Kreativität und "Stadt der Möglichkeiten" vor und wie sie mit Inhalt gefüllt werden sollen.

Kunst-Halden

Und da kann auch Dorsten profitieren: Stadt am Wasser-Projekte sollen gefördert werden, alle Halden sollen kulturell bespielt werden, Fesselballone könnten die Kohleschächte im Revier lokalisieren, aber auch die Schlösser im Ruhrgebiet sollen Orte kultureller Begegnungen werden. MK

Über die Dorstener Projekte, die für das Kulturhauptstadtjahr vorgeschlagen werden sollen und über die Diskussion bei der gestrigen Kulturkonferenz berichten wir in der morgigen Ausgabe.

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