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Nimmermüder Bruder

Schermbeck "Einmal ist Schluss!", hat Bernhard Schäfer seinen Freunden in der Kolpingsfamilie in der Vergangenheit zwar schon oft gesagt, aber diesmal ist seine Entscheidung endgültig.

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Am Monatsende zieht sich der 76-jährige Rüster aus dem Amt der Hausmeisters für die Kolping-Begegnungsstätte zurück und damit endet zugleich die Zeit seines ehrenamtlichen Engagements für die Kolpingsfamilie.

Im Jahre 1950 wurde Bernhard Schäfer Mitglied der 1930 gegründeten Kolpingsfamilie. Vier Jahre später wurde er Mitglied des Vorstands, in dessen Reihen er genau 50 Jahre lang aktiv mitwirkte, in den Jahren 1973 bis 1975 sogar als Vorsitzender.

Zwischen 1976 und 1994 organisierte Bernhard Schäfer die Altpapiersammlung. Etwa 3000 Tonnen Papier wurden von dem Sammlerteam auf privaten Grundstücken, auf dem Altschermbecker Marktplatz und zuletzt auf dem gemeindlichen Bauhof verladen. Durch die Vermarktung des Papiers konnten für die Kolpingsfamilie insgesamt rund 100 000 Mark erwirtschaftet werden, die für soziale Zwecke verwendet wurden.

Pflichterfüllung

Für die im Jahre 1977 von Pater Bernhard Willing gegründete "Aktion Tapetenwechsel" ließ sich Bernhard Schäfer 25 Jahre lang gerne in die Pflicht nehmen; regelmäßig begleitete er die Senioren der Kolpingsfamilie während einer Urlaubsreise nach Olpe.

Zu Beginn seines Vorruhestands gründete Bernhard Schäfer im Jahre 1989 den Fahrradclub der Kolpingsfamilie. Etwa ein Jahrzehnt lang radelte er einmal wöchentlich an führender Stelle mit dem Club durch Schermbeck und seine Umgebung.

Begeisterung

In die Zeit des Vorruhestands und des 1993 beginnenden Ruhestands fiel Bernhard Schäfers Begeisterung, bei der Planung und dem Ausbau der Kolping-Begegnungsstätte in der Widau mitzuhelfen. Zusammen mit Antonius Niermann hat Bernhard Schäfer in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Kolpingsfamilie und des Kirchenvorstands an den Verhandlungen teilgenommen, die geführt werden mussten, als der Kirchengemeinde von Mathilde und Ludwig Spickermann ein Bauernhaus in der Widau geschenkt wurde.

Da Baupläne des Bauernhauses fehlten, übernahm Bernhard Schäfer das komplette Aufmaß. Dabei konnte er auf die Erfahrungen seiner 38-jährigen Tätigkeit bei der Baufirma Heinrich Fasselt zurückgreifen. Mit der für Neu-Rentner typischen Begeisterung machte sich Bernhard Schäfer nach der Baugenehmigung im Jahre 1993 auf den Weg in die Widau, um gemeinsam mit gleichfalls begeisterten Kolpingbrüdern zunächst beim Abriss des Bauernhauses zu helfen und an derselben Stelle sechs Jahre lang beim Wiederaufbau einer schmucken Begegnungsstätte zu helfen.

Bautagebuch

Als Bauführer hat Bernhard Schäfer ein Bautagebuch erstellt, eine wahre Fundgrube für das wohl hektischste Jahrzehnt in der 77-jährigen Geschichte der Kolpingsfamilie. Nach der Eröffnung der Begegnungsstätte am 23. Oktober 1999 wurde Bernhard Schäfer Hausmeister. Gattin Mia Schäfer braucht nun keine Angst zu haben, dass ihr Mann vor Langeweile ab November den Hausrat. Fünf Enkelkinder, ein großer Garten und die noch nicht ganz fertigen Häuser der Kinder lassen ahnen, dass es für Bernhard Schäfer auch weiterhin keinen Leerlauf geben wird. H.Sch.

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