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Gesamtschüler bei „Jugend forscht“ erfolgreich

Papier aus Laub, Gras und Speisestärke

Was kann man aus Laub, Gras und Speisestärke machen? Papier! Drei Schermbecker Gesamtschüler erklären, warum sie dafür einen Trecker brauchten.

Papier aus Laub, Gras und Speisestärke

Mit LED-Streifen am Fahrrad hat Fabian Bauer vielleicht eine zukunftsweisende Idee entwickelt, wie man Räder im Dunkeln sichtbarer machen kann. Foto: Foto: Berthold Fehmer

Mit vielen Preisen sind die Gesamtschülerinnen und -schüler vom Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Marl zurückgekehrt und zeigten am Dienstag Achtklässlern ihre Forschungsprojekte. Bereits im vergangenen Jahr hatten Max Beemelmans, Paula Lensing und Cornelius Baetz Papier aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und waren - damals noch im neunten Jahrgang - prämiert worden.

Papier aus Laub, Gras und Speisestärke

Aus Laub, Gras und Speisestärke haben Max Beemelmans, Paula Lensing und Cornelius Baetz (v.r.) Papier hergestellt, was ihnen beim „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb in Marl einen dritten Preis sowie den Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“ einbrachte. Foto: Foto: Berthold Fehmer

„Blatt Papier 2.0“ nannten sie ihr neues Projekt, wobei Max Beemelmans selbstkritisch zugibt: „Das Papier ist schlechter geworden.“ Aber: Dieses Mal verzichteten sie auf Holz und Altpapier! 50 Prozent Laub, 40 Prozent Gras und 10 Prozent Speisestärke sind die Zutaten ihres neuen Papiers.

Verpackung

Um den nötigen Druck zu erzeugen, pressten die Schüler das Gemisch zwischen Filzmatten und Holzbretter – und fuhren einen Trecker darauf. Besseres Papier könne man mit mehr Druck herstellen, aber dazu fehlten ihnen die Möglichkeiten, sagt Max. Von der Jury, die das Projekt mit dem dritten Platz und dem Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“ bedachte, erhielten sie den Hinweis, dass Papier vor allem in der Verpackungsindustrie immer wichtiger werde. Und das müsse nicht unbedingt beschreibbar sein.

Tüten

Den zweiten Platz und den Umweltpreis konnte Finn Kleine-Brockhoff ergattern. „Einfach mehrfach – statt Knotenbeutel“ hieß sein Thema. Er plädiert dafür, die dünnen Plastiktütchen, in die man im Supermarkt etwa Äpfel oder Birnen packt, gegen wiederverwendbare Permanent-Obstbeutel auszutauschen, die aus recycelten Plastikflaschen bestehen könnten. 100 Milliarden Tütchen werden in der EU laut Finn pro Jahr benutzt – in den Meeren schwimmen viele davon.

„Spülmaschinenfest“ sollten die neuen Tüten sein, so Finn, aber auch in einem Pfandautomaten ähnlich wie Plastikflaschen zurückgebbar sein. Ein Juror in Marl vermittelte Finn einen Kontakt zu einer großen Supermarktkette.

Roboter fährt auf einer Linie

Roboter, die älteren Menschen im Supermarkt die Ware bringen könnten, schwebten Joshua Coners, Jan Kohlenbrenner und Erik-Elias Grasedieck in ihrem Projekt vor. Mit Lego-Mindstorm-Technik bauten sie einen Roboter, der an einer Linie entlang fahren kann. „Die könnte man mit Tape-Band aufkleben“, sagt Joshua. Für den Roboter bekamen die Neuntklässler einen Ausflug für den ganzen Kurs ins Schülerlabor nach Bochum geschenkt.

Fabian Bauer hat sich Gedanken gemacht, wie man Räder im Dunkeln besser erkennbar macht. LED-Streifen am Rahmen, die mit einem Akku betrieben werden, könnten eine mögliche Lösung sein. E-Bikes hätten die Stromversorgung bereits an Bord.

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