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Radeln und rappeln für sterbende Kinder

Dorsten Karl-Heinz Möller radelt und klappert für einen guten Zweck: Mehr als 2000 Kilometer nahm der Bocholter Frührentner seit Ende Mai schon unter seine Fahrradreifen, um an verschiedenen Orten und Städten entlang seiner Route für das Kinderhospiz Sternenbrücke in Hamburg-Rissen Spenden zu sammeln. Gestern rappelte der Radler mit seiner Blechbüchse auf dem Markt in Dorsten.

"Als ich im vergangenen Jahr im Fernsehen eine Reportage über dieses Kinderhospiz gesehen habe, da war mir klar: Hier musst du helfen." Mit dem Fahrrad zu seiner Mutter nach Sassnitz fahren, wollte er sowieso. Warum daraus keine Spendensammeltour machen?

Die Mitarbeiter des Kinderhospizes begrüßten natürlich sehr diese lobenswerte Ein-Mann-Aktion. "Sponsoren habe ich ein halbes Jahr vergeblich gesucht, also musste ich mich aus eigenen Stücken auf die Socken machen", verfolgte Karl-Heinz Möller hartnäckig sein Ziel.

Totalschaden

Er ließ sich auch nicht aus dem Sattel werfen, als er nach 1500 Kilometern sein Fahrrad als Totalschaden auf den Schrott bringen und per Zug den Heimweg antreten musste. "Ich hab´ mir ein neues Rad gekauft und starte jetzt zu Tagestouren von Bocholt aus in die Umgebung."

Mehr als 2000 Euro konnte er auf diesem Wege schon für das Kinderhospiz zusammensammeln. "Ende August fahre ich persönlich nach Hamburg, um den Betrag in der Sternenbrücke abzugeben", freut sich Karl-Heinz Möller, Gutes für die sterbenden Kinder tun zu können. Bis dahin sammelt er aber noch kräftig weiter.

In Dorsten steckte gestern als Erster Bürgermeister Lütkenhorst ein Scheinchen in den Schlitz. In den kommenden Tagen stehen noch Münster, Kalkar, Kleve, Goch und andere Städte auf seinem Routenplan. "Bis dahin muss mein Platten allerdings wieder repariert sein", schmunzelt Möller und deutet auf seinen schlappen Vorderreifen.

Nach einer Winterpause will Karl-Heinz Möller im kommenden Frühjahr seinen Drahtesel erneut für einen guten Zweck satteln. Dann wird der rührige Rentner für das Kinderhospiz Balthasar in Olpe in die Pedale treten. "Wer einmal persönlich das Leid in Kinderhospizen gesehen hat, der weiß, wie glücklich man sich schätzen kann, gesunde Kinder und Enkel zu haben", ist Karl-Heinz Möller überzeugt und schon rappelt er wieder mit seiner Büchse. sing

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