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Schmierfahrt hat böses Nachspiel

Polizeiliche Ermittlungen laufen weiter

Zum einen ist das farblich auffällige Bindemittel, mit dem das Oxo-Öl unschädlich gemacht wurde, in weiten Teilen des Stadtgebiets verteilt. Zum anderen haben die Ermittler den tröpfelnden Transporter noch nicht eindeutig festmachen können. Nach Angaben der Polizei Recklinghausen wird zwar einer heißen Spur nachgegangen, klare Beweise liegen aber noch nicht vor. Die Fahnder sind sich jedoch relativ sicher, den Fahrer des schmierenden Tanklastzuges alsbald mit Sicherheit identifizieren zu können. Weil aber der Unglücks-LKW noch nicht überprüft werden konnte, ist bislang nicht geklärt, wie es zum Austritt der glitschigen Substanz kommen konnte. Möglich ist, dass ein Ventil nicht richtig geschlossen war. «Das Öl ist vor allem in die Kurven gepläddert», so Lisa Bauckhorn, Sprecherin der Stadt. Daher gibt es auch keine konstante Spur, die die Ermittler frei nach Hänsel und Gretel zum Verursacher geführt hätte. An der Auffahrt A 31 Richtung Emden riss die Öl-Spur scheinbar ab. Für Autofahrer besteht bei Trockenheit kaum noch Gefahr, die betroffenen Stellen wurden sorgfältig abgestreut. «Wie wissen aber noch nicht, wie es ist, wenn es wieder regnet», so Bauckhorn. Daher rät die Stadt weiterhin zur besonders vorsichtigen Fahrweise. Bei den zwölf Unfällen durch rutschige Straßen ist vorgestern nach Angaben der Polizei ein Sachschaden von mindesten 10 000 Euro entstanden. Unter Umständen können die Geschädigten Regressansprüche geltend machen. Aber: «Dem Fahrer bzw. dem Halter des Tanklastzuges muss eindeutig nachgewiesen werden, dass sein Fehlverhalten ursächlich für den Schadensfall war», so der Dorstener Rechtsanwalt Christian Helfenbein, Spezialist für Verkehrsrecht. Selbst wenn die Ermittler dem Fahrer oder dem Halter des LKW Falschverhalten, z.B. in Bezug auf die Wartung des Fahrzeugs, nachweisen könnten, haben nicht alle geschädigten PKW-Halter Anspruch auf Schadensregulierung durch die Haftpflichtversicherung. «Es muss ermittelt werden, ob der Schadensfall bei pflichtgemäßem Verhalten eingetreten wäre», weiß Helfenbein. Zu hohes Tempo oder zu dichtes Auffahren müssen ausgeschlossen werden. Die Feuerwehr wird mit ihren Forderungen weniger Probleme haben. ah

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