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Schwabenpfeil statt Sachsensitz?

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Dorsten "Jetzt kommt bestimmt alles wieder ganz anders!" Wilde Spekulationen über das Lippetor-Center machen die Runde, nachdem Immobilien-Eigentümer Sachsen-LB von der Württembergischen Landesbank geschluckt wurde.

Aber so schnell schießen die Schwaben nicht. Nachfragen bei beiden Instituten ergaben, dass erwartungsgemäß bei der Übernahme zunächst viel größere Probleme geregelt werden müssen. Bis das Thema "Lippetor in Dorsten" an der Reihe ist, dürfte noch einiges Wasser die Lippe hinunterfließen.

Dennoch ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme: Gegenwärtig zeichnen sich drei grobe Richtungen ab, wie es mit dem insolventen Einkaufs-Center weitergehen könnte.

Zunächst hat noch die Option der schufat-Investoren-Gruppe aus Essen Gültigkeit. Bis Oktober können die Projektbetreiber zu einem ausgehandelten Preis die Immobilie von der Sachsen-LB erwerben.

Viele Fragezeichen

Aber das ist eine Gleichung mit vielen Unbekannten. Das Zusatz-Gutachten steht noch aus, in dem Michael Karutz beurteilen soll, wie sich die Sortimente der Neuansiedler am Lippetor auf die Innenstadt auswirken, bzw. wie viel Verkaufsfläche ihnen zugestanden werden kann, ohne ein Massensterben des Innenstadt-Handels auszulösen.

Kostenkalkulation

Wird eine Fläche X vom Rat festgelegt, stellt sich für die Investoren die Frage: "Rechnet sich das?" In die Kosten-Kalkulation sind auch noch andere Dinge einzubeziehen: Pachtverträge, Grundstückserwerb, neue Anbindung an die Innenstadt, Abriss- und Baukosten. Bis spätestens Ende Oktober soll eine Entscheidung fallen.

Verzichtet "schufat" auf seine Option, kommen womöglich andere Interessenten zum Zuge. Gemutmaßt wird, dass ein deutlich gesenkter Verkaufspreis das Objekt auch für andere reizvoll machen könnte, zumal statt einer Nutzung für den Handel plötzlich auch andere Neubau-Varianten wie exklusives Wohnen am Wasser am Rande des Zentrums möglich erscheinen.

Scheitert auch diese Alternative, etwa an den Ansprüchen weiterer Gläubiger, dann werden die Karten neu gemischt. Denkbar wäre, dass die Württembergische Landesbank im Zuge der Altlasten-Bereinigung auch eine Zwangsversteigerung ins Auge fasst. kdk

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