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"Urlaub" in Kirchhellen

Kirchhellen "Freundschaft, Glaube und die schöne deutsche Sprache" haben Raymond Sobakin dazu veranlasst, einen Monat lang Vertretung in St. Johannes zu machen.

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Der aus Benin/Westafrika stammende Pastor hat am 27. Juli seinen Weg in die Kirchhellener Gemeinde gefunden und fühlt sich bereits sehr wohl im Dorf. "Es ist interessant zu sehen, wie der Glaube in anderen Ländern und Gemeinden gelebt und umgesetzt wird", erzählt Sobakin in einem überraschend guten Deutsch. "Sprachen sind für mich ein Spaß. Ich spreche mehrere", kann er stolz berichten. Neben Deutsch und Englisch lernte er Französisch, Griechisch und Hebräisch. Latein, Spanisch und Italienisch beherrscht er ebenfalls. Wenn ihm teilweise auch das Lesen in diesen Sprachen leichter fällt als das Sprechen, wie er zugibt.

Der 40-Jährige bedauert, dass die Messen in Kirchhellen nicht so gut besucht werden. Es erfreut ihn dafür umso mehr, dass diejenigen, die in die Kirche kommen, einen starken Glauben mitbringen.

Diese Erfahrung wird er mit in seine Heimat nehmen. Dort seien die Gottesdienste immer gut besucht, "aber ob wirklich alle aus dem Glauben heraus den Weg in die Kirche finden, bin ich mir nicht sicher", meint der Pastor.

Pizza mit Jugendlichen

Alles in allem ist der Aufenthalt in Deutschland "wie ein Urlaub", so Sobakin. Wie in Afrika hält er Messen ab oder ist für das Abnehmen von Beichten zuständig. Auch einen Einschulungs-Gottesdienst hat er gehalten. Er habe hier aber mehr Kontakt zu den Menschen als vor seiner Ankunft in St. Johannes.

Raymond Sobakin versucht sein Wissen immer zu erweitern und wälzt deswegen ständig Bücher. In Kirchhellen lässt er diese aber mal außen vor und genießt den Kontakt zu den Menschen in und um die Gemeinde.

"Ich habe schon mit einigen Jugendlichen bei einer Pizza zusammen gesessen und letztens mit einer Familie den Rosenkranz gebetet". Das sind Erfahrungen, die ihn wahrscheinlich immer in guter Erinnerung bleiben werden. kw

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