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Verdacht hat sich bestätigt

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Dorsten Auch in Dorsten sind Schafe mit der Blauzungenkrankheit infiziert, die seit Jahresbeginn vor allem in Nordrhein-Westfalen grassiert. Dies teilte gestern das Kreis-Veterinäramt mit.

Betroffen seien im Kreis Recklinghausen insgesamt vier Bestände in Datteln, Dorsten und Haltern. Als entsprechende Symptome festgestellt wurden, wurden die Betriebe bereits am Wochenende gesperrt und Blutuntersuchungen veranlasst. Die vorliegenden Resultate bestätigen nun, dass es sich tatsächlich um die Blauzungenkrankheit handelt. Diese nicht ansteckende Krankheit wird durch Stechmücken übertragen und kann neben Schafen auch Rinder, Ziegen und Wildwiederkäuer befallen. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich, auch Fleisch und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden.

Genauere Angaben über Standort und Größe des betroffenen Dorstener Bestandes machte das Veterinäramt nicht. Allerdings soll der größte erkrankte Bestand mit 750 Tieren in Datteln angesiedelt seien. Die restlichen infizierten rund 50 Schafe verteilen sich auf drei "Hobbybestände" in Dorsten und Haltern.

Konsequenzen für die 715 Betriebe, in denen im Kreis ca. 6500 Schafe, 900 Ziegen und 32 850 Rinder gehalten werden, kündigte Veterinäramtsleiter Thomas Stortz an: "Wir werden ab sofort die Kontrollen aller Schaf-, Ziegen und Rinderhaltungen verstärken. Wir gehen davon aus, dass die Zahl der erkrankten Tiere noch ansteigen wird."

Einen Impfschutz gebe es nicht. Amtstierarzt Dr. Siegfried Gerwert: "In den meisten Fällen werden die Tiere nach der Behandlung wieder gesund, einige sterben an der Krankheit." kdk

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