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Polizei weiß nichts von pöbelnder Männergruppe

Angstraum Hochstadenbrücke Dorsten

Die Hochstadenbrücke wird als Angstraum wahrgenommen. Etliche Dorstener sagen: Eine pöbelnde Männergruppe macht sich dort in den frühen Abendstunden breit und macht Passanten an. Die Polizei weiß nichts darüber.

Dorsten

von Claudia Engel

, 05.06.2018
Polizei weiß nichts von pöbelnder Männergruppe

Die Hochstadenbrücke wird abends als Angstraum wahrgenommen. Engel © Foto: Claudia Engel

„Drogen und Alkoholkonsum schon einige Male erlebt, ein unangenehmes Gefühl, wenn man mit zwei Kindern (auf dem Weg zur Bücherei) an einer Gruppe von 10-15 Männern vorbei muss“ – das schreibt uns eine Dorstenerin auf unseren Bericht über das Sicherheitsgefühl der Bürger und die Angsträume in der Stadt, zu der diese Frau die Hochstadenbrücke zwischen den Mercaden und dem Gymnasium Petrinum zählt.

„Die Brücke ist doch erst kurze Zeit nach den Bauarbeiten an den Mercaden wieder offen“, sagte Polizeisprecher Michael Franz auf unsere Anfrage am Dienstag. Den kurzen Zeitraum seit der Wiedereröffnung im Oktober 2017 hat nach übereinstimmender Meinung mehrerer Dorstener, die sich auf Facebook über die Hochstadenbrücke als Angstraum äußern, eine Gruppe von Männern genutzt, um sich dort zu treffen, Alkohol zu konsumieren und Passanten anzupöbeln“. „Als Mutter mit Kinderwagen ist man da besonders achtsam und geht einen Schritt schneller. Aber wegen Gefühlen zeigt man niemanden an“, schreibt uns eine weitere Dorstenerin auf Facebook. Und noch eine fragt: „Wer stellt denn nach Rumpöbeln eine Anzeige?“ Bürgermeister Tobias Stockhoff hatte bei einer Diskussion über die Sicherheitslage in Dorsten empfohlen, dass die Bürger sich bei der Polizei melden sollen.

Notruf 110 wählen

Michael Franz dazu: „Auch die Polizei rät in solchen Fällen, die Notrufnummer 110 zu wählen und Bescheid zu geben.“ Die Notrufnummer sei der schnellste und direkteste Draht zur Polizei, nicht nur dann, wenn eine Straftat begangen worden ist. „Die Polizei bekommt so konkrete Hinweise, denen sie immer nachgeht“, sagte der Polizeisprecher. Bislang sei die Hochstadenbrücke nicht als problematischer Ort registriert worden. Das liege vor allem daran, dass keine Beschwerden der Bürger bei der Polizei angekommen seien.

Auf Nachfrage der Dorstener Zeitung erklärte der Polizeisprecher am Dienstag, dass „der Wachdienst sensibilisiert“ worden sei. Der Chef der Dorstener Wache habe zugesagt, dass die Beamten die Brücke nun auch am späteren Abend im Blick behalten und die Lage prüfen. „Sollten sich die Hinweise aus der Bevölkerung bestätigen, wird die Polizei auf die Personen einwirken und ihnen eine Ansage machen“, so Michael Franz.