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Gelbe Tonne schluckt bald Topf und Tüten

Umstellung der Wertstoffsammlung

Deckel auf, Kochtopf rein: Die Gelbe Tonne wird wohl ab Januar 2019, spätestens aber ab 2020 in Dorsten nicht nur Plastikmüll schlucken. Neun Städte des Kreises Recklinghausen bereiten derzeit die Zusammenarbeit bei der Abfallentsorgung vor.

Dorsten

von Stefan Diebäcker, Elisabeth Schrief

, 06.06.2018
Gelbe Tonne schluckt bald Topf und Tüten

Leichtverpackungen und Wertstoffe sollen möglichst ab Januar in einer Tonne gesammelt werden. © dpa

Die Städte wollen in Kooperation mit dem Dualen System Deutschland (Grüner Punkt) einheitlich die Gelben Säcke gegen Gelbe (Wertstoff-)Tonnen tauschen.

Strategie der Städte

Die Verwaltungen haben eine Strategie entworfen, die im Laufe der nächsten Wochen in den kommunalen Gremien diskutiert wird, in Dorsten am nächsten Montag (Betriebsausschuss) und Mittwoch (Stadtrat). Sammlung und Transport soll demnach die Stadt Recklinghausen übernehmen, die Tonnen schafft das Duale System Deutschland an.

Hintergrund der Überlegungen ist die Neufassung des Verpackungsgesetzes zum 1. Januar 2019. Danach müssen sich Städte darum kümmern, dass stoffgleiche Nichtverpackungen, die nicht über den Grünen Punkt abgedeckt sind, organisiert gesammelt und zur Wiederverwertung entsorgt werden.

Säcke haben ausgedient

„Diese Lösung bietet für alle Bürger die Chance, die gelbe Tonne als Wertstofftonne zu nutzen“, erklärt Bürgermeister Tobias Stockhoff. Sonst müsste neben der gelben Tonne für Verpackungsmüll ein weiteres Sammelsystem eingeführt werden, um auch sogenannte „stoffgleiche Nichtverpackungen“ abzutransportieren.

Das einheitliche Sammelsystem hat für die Bürger Vorteile. Einerseits sind sie die dünnen, leicht reißenden Plastiksäcke los, andererseits entstehen ihnen außer für die Sammlung von Wertstoffen keine Kosten. Nach derzeitigen Kalkulationen würde die gesetzlich vorgeschriebene Wertstoffsammlung eine Mehrbelastung von etwa vier Euro pro Jahr für den durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt bedeuten.