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Werner Dierichs hört auf

Bezirksvorsteher legte gestern sein Amt zum 31. Mai nieder

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Ganze 16 Jahre sorgte sich Dierichs um die Sorgen und Belange der Kirchhellener. Jetzt sieht er den günstigsten Zeitpunkt, um sein Amt aufzugeben und sich für zwei Jahre erst einmal ein wenig ins Privatleben zurückzuziehen: «Helmut Kohl ist auch nach 16 Jahren zurückgetreten.» Mit «einem lachenden und einem weinenden Auge» blickt Dierichs auf seine Entscheidung: «Es hat die ganzen Jahre Spaß gemacht.» Aber das Amt sei sehr zeitaufwändig. Er fühle sich «ausgepowert» und könne nicht mehr die Energie wie noch vor 10 oder 15 Jahren aufbringen. Eigentlich sei das Amt des Bezirksvorstehers ein «Full Time Job»: «Viele glauben, ich wäre bei der Stadt beschäftigt.» Ist und war Dierichs natürlich nie, sondern als technischer Angestellter bei Seepex in Bottrop. «Man muss erst mal einen Arbeitgeber finden, der so was mitmacht», so Dierichs. «Man muss auch den Jüngeren eine Chance geben: Die haben andere Ideen.» Dierichs will nicht nur als Bezirksvorsteher zurücktreten, sondern gleichzeitig auch sein Mandat in der Bezirksvertretung, das er seit 1984 inne hat, an Helge Winkler abtreten. Als «Hinterbänkler» komme er nicht in Frage: «Ich würde da hinten mit Sicherheit die Klappe nicht halten können.» Thema Nachfolge: Kommissarisch rückt Dierichs Stellvertreterin Margot Hülskemper (Foto) nun auf. Für die langfristige Nachfolge kommen nur die zehn CDU-Mitglieder der Bezirksvertretung in Frage. Geklärt ist die Nachfolge anscheinend noch nicht und Dierichs mag darüber auch nicht öffentlich spekulieren: «Das ist nicht meine Aufgabe.» Spätestens am 21. August wird jedoch Klarheit herrschen: Dann wählt die Bezirksvertretung während ihrer nächsten Sitzung nach der Sommerpause den neuen Bezirksvorsteher. An diesem Tag soll auch die offizielle Verabschiedung Dierichs im Brauhaus gegen 17.30 Uhr erfolgen. Oberbürgermeister Peter Noetzel bedankte sich bereits gestern bei dem gestandenen Kommunalpolitiker Dierichs für seine Arbeit. «Werner Dierichs hat sich immer mit großem Einsatz für die Interessen aller Kirchhellener engagiert», sagte Peter Noetzel bei der Übergabe der Verabschiedungsurkunde. Besonders gefreut hat sich Dierichs bei dieser Zeremonie über eine Geste, die einiger Erklärung bedarf: Dierichs war bekanntermaßen immer einer derjenigen, die die Eigenständigkeit Kirchhellens besonders betonten. So nutzte er gern das alte Kirchhellener Wappen, was ihm von Bottroper Seite häufig einige böse Blicke einbrachte. Etwa von Ex-Oberbürgermeister Ernst Löchelt, der ihm riet, sich doch endlich mit der Eingemeindung abzufinden. Zur Verabschiedungsurkunde gab es dann gestern noch zwei Flaschen mit hochprozentigem Inhalt. Mit zwei Aufklebern auf den Flaschen: Einer mit Bottroper Wappen, einer mit Kirchhellener Wappen! Dierichs lächelnd: «Geht doch!» ber

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