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Zähflüssige Vereinigung

Grafenwald Der Durchstich für die neue Boye unter der Bottroper Straße erfolgt noch in diesem Jahr. Der Wiesentalbach wird indes auch in den nächsten Jahren über ein Pumpwerk und eine Druckrohrleitung unterirdisch entwässert.

Reiner Tatus, Projektleiter der Emschergenossenschaft, konnte der Bezirksvertretung Kirchhellen am Dienstag nur teilweise gute Nachrichten überbringen. Im Dezember soll der Durchstich unter der Brücke erfolgen. Das Wasser kann bei mächtigen Regenfällen künftig in drei Rückhaltebecken gestaut werden. Die Tage des künstlichen Sees zwischen Bottroper Straße und Schleitkamp sind daher gezählt. "Das Wasser wurde hier nur für die Bauzeit angestaut", erklärte Tatus. Damit der neue Bachlauf der Boye problemlos hergestellt werden kann.

Sechs Varianten

Wesentlich komplizierter ist - und bleibt - die Entwässerung des Wiesentalbaches. Die Vereinigung mit der Boye gestaltet sich im wahrsten Sinne des Wortes zähflüssig. Sechs Varianten waren in der Vergangenheit untersucht worden, die Verbindung wäre laut Tatus "eigentlich ganz einfach". Wenn da nicht die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern westlich der Bottroper Straße wären, die bislang nicht von Erfolg gekrönt waren. "Wir werden das Thema gemeinsam mit der DSK in aller Ruhe weiterverfolgen", kündigte Tatus an. Doch Willi Urban (ÖDP) und einige andere Ortspolitiker fürchten, dass selbst bei erfolgreichen Vertragsverhandlungen wegen des RAG-Börsengangs das Geld fehlen würde, um den Anschluss zu realisieren.

Provisorium

Zu diesen Sorgen äußerte sich Tatus am Dienstag verständlicherweise nicht, wollte aber auch nicht gänzlich schwarz malen. "Die Pumpe arbeitet einwandfrei", auch wenn sie planungsrechtlich nur als Provisorium eingestuft und somit nicht dauerhaft genehmigt werde. Dieter Stratmann schwante Übles, wenn die Pumpe doch mal ausfallen sollte und die Wassermassen nicht bewältigen kann. "Dann steht Grafenwald unter Wasser." dieb

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