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Zu Unrecht als "Stinker" verdächtigt

DORSTEN Für seinen Volvo, 1991er Baujahr, wollte Hans-Jürgen Platzek die grüne Feinstaubplakette abholen - doch er musste die Heimfahrt ohne den Sticker antreten.

Der Grund: Sein Autohändler war von der Kfz-Innung der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen mit veralteten Listen ausgestattet worden. Nach diesen Unterlagen wäre der 16 Jahre alte Volvo 965 in der Rubrik der "alten Stinker" gelandet. "Dabei ist der Wagen damals bereits mit dem G-Kat 01 ausgestattet worden", so Hans-Jürgen Platzek. Womit er eigentlich berechtigt sei, die grüne Plakette zu tragen. "Doch die Werkstatt wollte mir den Aufkleber nicht geben."

Auto aufgeführt

Der Dorstener recherchierte daraufhin im Internet. Und siehe da: Sowohl die Dekra-Liste als auch die vom ADAC führten den Volvo-Kombi auf. "Da sah auch die Werkstatt ein, dass ich Recht hatte und sie mir die Plakette geben musste."

Antonius Schmitz, Kfz-Meister bei "Automobile Baumann", erklärte, dass die Unterlagen inzwischen aus dem Verkehr gezogen worden seien. "Wir arbeiten inzwischen nach der Dekra-Liste." Wie es überhaupt zu den falschen Formularen kam, erläutert Innungsbeauftragter Paul Laser: "Es hat inzwischen eine neue Richtlinie gegeben, nach der auch ältere Autos mit geregeltem KAT wieder in die Liste aufgenommen werden sollen." Doch habe die Innung die Neuauflage der Listen noch nicht bekommen: "Die werden erst diese Woche fertig." Und es sei wohl versäumt worden, die Autohändler über die Änderung zu informieren.

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