Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Gedenkmarsch in Dortmund

430 Teilnehmer bei Aufmarsch türkischer Nationalisten

DORTMUND Türkische Rechtsextremisten demonstrierten am Sonntag in der Dortmunder Innenstadt. Rund 430 Teilnehmer waren gekommen. Zwischenzeitlich kam es auf dem Wall zu Verkehrsbehinderungen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Unsere aktuelle Berichterstattung zum Nachlesen finden Sie hier.

/
Rund 200 Menschen nehmen an der Demo teil.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Wir beenden an dieser Stelle unsere Live-Ticker und bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit.

 

Aktualisierung, Sonntag, 17.30 Uhr: Abschlussmitteilung der Polizei

Die Polizei schreibt zum Abschluss: Die Versammlung wurde in den späten Nachmittagsstunden (16.35 Uhr) vom Versammlungsleiter für beendet erklärt. Bereits auf dem Rückweg zur Abschlusskundgebung verließen einige Versammlungsteilnehmer den Aufzug. Die übrigen Teilnehmer traten kurz nach der Abschlusskundgebung den Heimweg an - vorwiegend in Richtung des Dortmunder Hauptbahnhofs. Insgesamt hat die Dortmunder Polizei 3 Versammlungsteilnehmer in Gewahrsam genommen. Zusätzlich wurden mehrere Platzverweise erteilt.

Sichergestellt wurden: Quarzsandhandschuhe, Schutzweste, Sturmhaube, Teleskopschlagstock, Baseballschläger, Schutzbrille sowie ein Elektroschocker als Taschenlampe getarnt.

Die Polizei hat mehrere Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet.

 

Aktualisierung, Sonntag, 16.30 Uhr: Wall wieder frei

Der Wall ist nun wieder frei, die restlichen Demo-Teilnehmer haben sich in der Bahnhofsstraße versammelt. Von dort wird die weitere Abreise organisiert. Damit beenden wir an dieser Stelle unsere aktuelle Berichterstattung. Im Laufe des Tages werden wir noch eine Bilanz nachreichen.

Aktualisierung, Sonntag, 16.21 Uhr: Abreisephase beginnt

Der Demozug hat nun wieder den Hauptbahnhof erreicht, meldet unser Reporter Tobias Großekemper. Die ersten Demo-Teilnehmer sind bereits zu den Zügen gegangenen, andere reisen mit bereitstehenden Bussen ab.

#Demo #Dortmund Auf dem Königswall am Hauptbahnhof kommt es nun zu Verkehrsstörungen.

— Polizei NRW DO (@polizei_nrw_do)

Aktualisierung, Sonntag, 16.12 Uhr: Demo erreicht Burgwall 

Der Demozug befindet sich jetzt am Burgwall. Dort kann es nun zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, entsprechend mehr Zeit einzuplanen.

Aktualisierung, Sonntag, 15.55 Uhr: Demo kehrt um / Straßen wieder frei

Der Demoaufzug biegt jetzt wieder auf den Schwanenwall in Richtung Hauptbahnhof ein. Heiliger Weg und Weißenburger Straße werden gleich für den Verkehr wieder freigegeben.

Aktualisierung, Sonntag, 15.44 Uhr: Ostwall gesperrt 

Wir müssen eine kleine Korrektur machen: Der Ostwall ist weiterhin gesperrt. Ortskundige Autofahrer sollten diesen Bereich am besten umfahren. Derweil hat unser Fotograf Bilder von der Demo-Strecke geschickt: 

Türkische Rechtsextremisten demonstrierten in Dortmund

Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.
Eindrücke von der Demo.

Aktualisierung, Sonntag, 15.35 Uhr: Wall wieder frei

Die Demo steht jetzt auf der Weißenburger Straße. Es tut sich nicht viel. Der Vorteil für Dortmunds Autofahrer? Der Wall ist wieder frei. Die Polizei hat die Lage unter Kontrolle, schildert unser Reporter. Notfalls werden auch Lautsprecher-Durchsagen auf Türkisch gemacht. Nach Polizeiangaben sind es aktuell rund 430 Demo-Teilnehmer.

Aktualisierung, Sonntag, 15.20 Uhr: Kreuzung gesperrt

Der Demozug hat inzwischen die Kreuzung Schwanenwall/Brüderweg erreicht. Sie ist für den Verkehr aktuell gesperrt. Aus der Menge werden weiter Parolen gerufen, die Polizei begleitet die Demo-Teilnehmer eng. 

Aktualisierung, Sonntag, 14.30 Uhr: Marsch gestartet

Wie Reporter Tobias Großekemper berichtet, hat sich die Demo jetzt in Bewegung gesetzt. Auf dem Königswall kann es deshalb zu Verkehrsbehinderungen kommen. 

Die Demo läuft über den Königswall - alle Infos: https://t.co/lgqi8PCkGU (Video: @tgkms) pic.twitter.com/iO5zmoz9Kz

— RN Dortmund (@RN_DORTMUND)

Aktualisierung, Sonntag, 14.25 Uhr: Waffen sichergestellt

Die Polizei hat eine erste Meldung zur Demo veröffentlicht: Demnach wurden bei mehreren Teilnehmern verbotene Gegenstände und Waffen aufgefunden (Schlagwerkzeuge, Vermummung, Baseballschläger, Messer, Quarzsandhandschuhe, Elektroschocker, Teleskopschlagstock und andere). Bisher wurde eine Person in Gewahrsam genommen. Die Polizei schätzt, dass aktuell rund 350 Menschen zur Demo nach Dortmund gekommen sind.

Vereinzelt, so berichtet es die Polizei, sei noch weiterer Zulauf zu erkennen. Der Aufzug wird an der Bahnhofstraße beginnen und durch Teile der City führen. "Da mit dem Verein "Turan e.V." eine nationalistisch faschistisch geprägte Gruppierung die hauptsächlichen Teilnehmer der Demonstration stellt, war es uns besonders wichtig, keinen Aufzug durch die Nordstadt zuzulassen", heißt es in der Presseerklärung. Eine rechtliche Grundlage für ein Verbot der Demonstration habe es nicht gegeben. Im Bereich der Aufzugsstrecke muss temporär mit Verkehrsbeeinträchtigungen gerechnet werden.

Aktualisierung, Sonntag, 14.05 Uhr: Abmarsch verzögert sich 

Die Abmarschphase verzögert sich aktuell etwa, ursprünglich sollte sich die Demo um 13.30 Uhr in Bewegung setzen. "Es kommen immer noch vereinzelt Demo-Teilnehmer an, auf die wird gewartet", schildert Reporter Tobias Großekemper. Die Polizei beziffert die Zahl der Demo-Teilnehmer auf rund 200. Drei, vier Personen wurden aus der Menge bereits herausgezogen. Einer von ihnen trug etwa einen Baseballschläger unter seiner Jacke. Für ihn ist die Demo vorzeitig beendet.

Laute Türkei-Rufe sind immer wieder zu hören, bislang sei die Lage aber recht ruhig, so die Einschätzung unseres Reporters. Die Polizei ist weiter mit einem massiven Aufgebot vor Ort.  

UPDATE So sieht es aktuell bei der Demo in der Innenstadt aus: https://t.co/lgqi8PCkGU (Video: @tgkms) pic.twitter.com/YUOXt6DB08

— RN Dortmund (@RN_DORTMUND)

Aktualisierung, Sonntag, 13.32 Uhr: Rund 200 Teilnehmer 

Wie unser Reporter Tobias Großekemper berichtet, sind rund 200 Menschen zur Demo gekommen. Viele von ihnen tragen türkische Flaggen. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort, deshalb kann es im Wall-Bereich zu Verkehrsbehinderungen kommen. 

Aktualisierung, Freitag, 10 Uhr: Demonstration verlegt

Die für Sonntag angekündigte Demonstration von türkischen Nationalisten ist nach einem sogenannten Kooperationsgespräch des Anmelders mit der Polizei verlegt worden. Statt vor dem Cinestar-Kino an der Nordseite des Bahnhofs soll die Demonstration nun an der Bahnhofsstraße neben dem Harenberg-Center starten.

Es sei dem Polizeipräsidenten wichtig gewesen, dass die Demonstration der Extremisten nicht durch die Nordstadt führt. Zwischen 500 und 1000 erwartete Anhänger von Turan e.V. sollen am Sonntag ab 13 Uhr von dort aus durch die Innenstadt marschieren, was wiederum zeitweise zu Verkehrsbehinderungen führt, da die Demo-Route, zu der sich die Polizei noch nicht im Detail geäußert hat, über den Wall führen muss.

Die Demonstration soll, so die Polizeipressestelle weiter, gegen 16.30 Uhr beendet sein. Gegendemonstrationen seien bisher noch nicht angemeldet worden. Die Polizei will mit „ausreichenden Kräften“ vor Ort sein.

Erstmeldung, Mittwoch, 17.40 Uhr: Demonstration angemeldet

Die Dortmunder Polizei bestätigte am Mittwoch auf Anfrage, dass es eine Demonstrationsanmeldung gibt. Im Moment will sie sich aber zu weiteren Details – etwa der erwarteten Größe oder der Art der Demonstration – noch nicht äußern. Man befinde sich noch in Abstimmungsgesprächen und wolle sich Ende der Woche erklären, so ein Polizei-Sprecher.

Die Plakate, die für einen „Gedenkmarsch für die Opfer von Terroranschlägen in der Türkei“ werben, weisen als Veranstalter Turan e. V. aus. Die Gruppierung existiert vermutlich seit dem April 2015, die Anhänger treten rockerähnlich auf und werden ideologisch als türkische Rechtsextreme verortet. 

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion „Die Linke“ hervor. Dort heißt es unter anderem: „Ideologisch orientiert sich ,Turan e. V.‘ an der rassistischnationalistischen, rechtsextremistischen ,Ülkücü‘-Ideologie, die das Türkentum als überlegene Rasse versteht und alles Türkische überhöht.

Der Begriff ,Turan‘ ist ein zentraler Terminus der ,Ülkücü‘-Ideologie und bezeichnet ein fiktives Land, in dem alle Türken und Turkvölker zusammenleben sollen. Je nach Auslegung umfasst dieses Land ,Turan‘ ein Gebiet vom Balkan (...) bis nach China oder sogar Japan.“ Im aktuellen Verfassungsschutzbericht NRW 2015 findet sich die Gruppierung nicht. Ihm zufolge gibt es in NRW rund 2000 „Ülkücüs“, die auch graue Wölfe genannt werden.

Erstmals größer in Erscheinung getreten ist die Gruppe am letzten Märzwochenende 2016 in Duisburg. Mehr als 350 Anhänger zogen laut Polizeibericht durch den dortigen Stadtteil Hochfeld. Dabei kam es auch zu Auseinandersetzungen mit Kurden. Der Demonstrationsmarsch am Sonntag soll ab 13.30 Uhr im Bereich des Cinestar am Hauptbahnhof beginnen, über geplante Gegenveranstaltungen ist bisher noch nichts bekannt. 

/
Rund 200 Menschen nehmen an der Demo teil.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Anzeige
Anzeige