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„À la carte“ trotzt allen Wetterprognosen

DORTMUND Zum Glück hatte der Wettergott diesmal voll auf den falschen Frosch gesetzt, denn bei Dortmunds schönster Fete saß das Tier ganz oben auf der Leiter und quakte hinunter auf ein dichtes Gewusel gut gelaunter Menschen.

„A la carte ist in diesem Jahr endlich wieder so wie früher. Ist das eine tolle Stimmung hier!“ Jürgen Wolf war am Samstagabend völlig aus dem Häuschen. Erst wenige Tage vorher raubten die Wetterprognosen dem Chef vom gleichnamigen Partyservice den Schlaf. Und jetzt, um kurz vor Mitternacht am letzten Tag des großen Schmausens, hatte er locker die Strecke eines Halbmarathons hinter der Stand-Theke zurück gelegt, eimerweise Erdbeerbowle verkauft und dabei schon leergetrunkenen Kollegen ausgeholfen.

Pfannenweise setzte das Wolf-Team einen halben Wald voller Pilze ab. Sie waren ihm sogar ausgegangenen, so wie andernorts auch manches Leckerli. Vier Tage (respektive Abende) wurden die „à la carte“-Wirte förmlich überrannt von einem bunten Feier-Völkchen, dass einen Monat nach WM und locker sieben tollen Sommerwochen seine Fröhlichkeit konserviert hatte.

Und so wurde der Samstagabend glatt zum zweiten Dortmund-Tag, an dem sich endlich alle in den Armen lagen, die Donnerstag noch über ferne Strände flanierten. Ein kleines Schaulaufen der Eitelkeiten mit chic gekleideten, attraktiven Frauen, den passenden männlichen Pendants am Arm, dazu umherstolzierende Paradiesvögel in verrückten Modespleens und einem ausgelassenen skurrilen Typen unterm Strohhut (samt gewöhnungsbedürftigem Feinripp-Hemd), der seinen Pils-Bauch ungewohnt beweglich zur Musik der Reggaelites ltd. rotieren ließ. Sehr zur Freude der Umstehenden.

Bis auf die beiden Gewitter am Mittwochabend wurden die Wettergötter gründlich Lügen gestraft. Herrlich!

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