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"Aberwitzige Zahlen"

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Als Folge des Emscher-Umbaus würden die Abwassergebühren für Privathaushalte deutlich steigen.

Das berichtete die "Welt am Sonntag" in ihrer gestrigen Ausgabe. In Dortmund würden Besitzer von Einfamilienhäusern um 200 bis 300 Euro jährlich zusätzlich belastet, schätzen Experten der Zeitung zufolge. Michael Steinbach, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der Emschergenossenschaft, bezeichnete diese Zahlen auf Nachfrage der Ruhr Nachrichten als "aberwitzig". Es werde zwar eine kleine Gebühren-Erhöhung geben - schließlich müsse das 4,4 Milliarden teure Projekt irgendwie finanziert werden - diese werde für ein Einfamilienhaus aber lediglich zwischen 13 und 21 Euro jährlich liegen.

Die Genossenschaft werbe, so der Zeitungsbericht weiter, derzeit unter ihren 150 Mitgliedern um eine jährliche Steigerung der Umlage von vier bis fünf Prozent. Würden die nicht bezahlt, könnte sich die Fertigstellung des Projektes um fünf Jahre bis 2027 verzögern. Dazu Michael Steinbach: "Wir haben 1998 die Tarife für unsere Mitglieder sogar gesenkt. Seitdem sind sie konstant geblieben. Dass das nicht ewig so weitergehen würde, war klar." Realistisches Ziel der Fertigstellung sei aber nach wie vor 2022. Fünf Jahre später sei der spätest mögliche Zeitpunkt, weil dann die neue EU-Richtlinie zum Wasserschutz in Kraft tritt, wonach die Oberflächengewässer in einem "guten Zustand" sein müssen.

Mit dem Herzstück des Emscherprojektes, einem unterirdischen Abwasserkanal über 51 Kilometer, soll im kommenden Jahr begonnen werden. AS

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