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Angehende Notärzte trainierten den Ernstfall

70 Teilnehmer

DORTMUND Angehende Notärzte übten am Samstagvormittag an der alten Ausbildungswache der Feuerwehr in Hörde den Notfall. Heulende Sirenen, Hilfeschreie, Blutspritzer inklusive.

24.04.2010

 11 Uhr 10, Übungsstart: Zwei PKW sind ineinander verkeilt, Die Insassen stecken fest. Ein RTW, Rettungstransportwagen und ein NEF, Notarzteinsatzfahrzeug, treffen ein. Ein erster Überblick, die erste Betreuung. 11 Uhr 15: Der Bergungstrupp der Feuerwehr und zwei Löschzüge donnern heran, einer pro PKW. Ein Löschschlauch und die hydraulischen Werkzeuge liegen bereit. Ein zweiter RTW erreicht die Szene. Die Unfallwagen werden festgekeilt. 11 Uhr 23: Der LNA, Leitender Notarzt, kommt zur Hilfe. Er ist der medizinische Chef. Der ORGL, Organisationsleiter des Feuerwehr-Rettungsdienstes übernimmt die technische Einsatzleitung. 11 Uhr 25: Zwei Insassen können befreit werden. Der LNA zieht eine erste Bilanz: Diverse Traumata und Frakturen, Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung, Kreisläufe stabil, keine Crash-Rettung nötig. 11 Uhr 30: Die Bergung beginnt: Die Autos werden aufgeschnitten, die Bahren stehen bereit. 11 Uhr 49: Die Ärzte legen ein KED, Kendrick-Extrication-Device, zur Wirbelsäulenstabilisierung an. Die drei Schwerverletzten sind zum Abtransport bereit. Chaos und Lärm sorgen für Stress Die 70 Teilnehmer der Fortbildung, ausgebildete Ärzte aus Kliniken in Dortmund, Bochum und Münster, sind beeindruckt. In der Patientenbehandlung kennen sie sich zwar aus, aber die Einsatztaktik im Notfall lässt sich nur schwer im Übungssaal erlernen. „Das Chaos und der Lärm, das war schon großer Stress“, erzählt Jochen Salber, Unfallchirurg aus Bochum. „Am schwierigsten ist es, dabei den Überblick nicht zu verlieren.“  Fast alles lief nach Plan Hans Lemke, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes und leitender Unfallchirurg am Klinikum Dortmund, ist zufrieden. Als Organisator führte er die Teilnehmer am Mikrofon durch die Veranstaltung, die der Rettungsdienst und die Feuerwehr der Stadt Dortmund im Auftrag der Ärztekammer Westfalen-Lippe präsentierten. Eine gute halbe Stunde dauerte die Bergung und verlief bis auf ein paar kleinere Details nach Plan. Die notärztliche Ausrüstung lag im Weg und bildete eine Stolperfalle. „Aber genau dafür sind Übungen ja da“, kommentiert Lemke und hofft, mit der Übung auch das Vertrauen der Bevölkerung in Notärzte und Rettungsdienste zu stärken

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