Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Nach bewaffneten Überfall in Spielcasino

Angeklagter: „Ich war voll auf Entzug“

Dortmund Mit einem Geständnis hat am Mittwoch am Landgericht ein Prozess um einen bewaffneten Spielcasino-Überfall in der Nordstadt begonnen. Angeklagt ist ein 33-jähriger Heroin-Junkie.

Mit einem Geständnis hat am Mittwoch am Landgericht ein Prozess um einen bewaffneten Spielhallen-Überfall in der Nordstadt begonnen. Angeklagt ist ein 33-jähriger Heroin-Junkie aus Dortmund. Es drohen mindestens fünf Jahre Haft.

Der Zwischenfall liegt bereits mehr als zwei Jahre zurück. Es war der 23. Dezember 2015, als der Angeklagte um 17.30 Uhr mit einem Küchenmesser in der Hand an der Münsterstraße eine Spielhalle betreten hatte. „An dem Tag war ich voll auf Entzug und hatte kein Geld mehr“, sagte der 33-Jährige zum Prozessauftakt vor der 35. Strafkammer. Als der Angeklagte damals bemerkt hatte, dass direkt neben der Tür gerade eine Angestellte mit dem Befüllen eines Spielautomaten mit Euro-Münzen beschäftigt war, hatte er die Frau sofort attackiert.

Spielhallen-Aufsicht erlitt Stichverletzung

„Sie wollte den Pott mit den Münzen aber nicht loslassen, daher haben wir gekebbelt“, so der Angeklagte. Im Zuge des Gerangels müsse er die Frau dann versehentlich „mit dem Messer gestochen haben“. Fakt ist: Die Spielhallen-Aufsicht erlitt eine Stichverletzung oberhalb der linken Brust.

Der Angeklagte war damals zwar zunächst von zwei Spielhallen-Kunden überwältigt worden, dann war es ihm aber doch noch irgendwie gelungen, mit einer Hand ein paar Münzen zu ergreifen und zu fliehen. Laut Anklage soll der 33-Jährige damals knapp 260 Euro erbeutet haben, er selbst behauptete am Mittwoch allerdings: „Das waren maximal 100 Euro.“

Der 33-Jährige war erst mehrere Monate später über einen DNA-Treffer als Täter ins Visier der Polizei geraten. Im Prozess droht dem derzeit inhaftierten Angeklagten eine Verurteilung wegen besonders schweren Raubes. Mindeststrafe: fünf Jahre Haft. Der Prozess wird fortgesetzt.

Anzeige
Anzeige