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Anna Netrebko auf der Spur

DORTMUND Preise sammelt Julia Novikova wie andere Sängerinnen in ihrem Alter Erfahrung: Gerade bekam die 24-Jährige zum vierten Mal einen Preis, seit sie zur Spielzeit 2006/07 nach Dortmund kam.

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Anna Netrebko auf der Spur

Julia Novikova beim Vorsingen zum Emmerich Smola-Preis.

Nach Wettbewerben in Schweden, Genf und bei den Neuen Stimmen erhielt sie nun den mit 10 000 Euro dotierten Emmerich Smola-Förderpreis, einen der international höchstdotierten Förderpreise für Nachwuchssänger.

Eine Karriere wie im Märchen hat die St. Petersburgerin gemacht. Eine Karriere, die in vielen Dingen an die zwölf Jahre ältere Anna Netrebko erinnert, mit der Julia Novikova viel gemein hat. Beide haben am Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg studiert und dort am Mariinski-Theater gesungen. Julia Novikova hat dann vor ihrem letzten Semester Ferien in Dortmund gemacht. "Mein Großvater und andere Verwandte wohnen hier", erzählt die Sängerin. Opernsängerin Elena Nebera hat sie hier kennen gelernt, die hat ihr geraten, einfach mal vorzusingen. Auch die Königin der Nacht hat sie gesungen - und wurde vom Fleck weg von Opernintendantin Christine Mielitz engagiert.

Die Olympia, der Waldvogel im "Siegfried" und die Rosina im "Barbier" waren schöne Rollen im ersten Jahr.

Mit fünf Jahren begann Julia Novikova, Klavier zu spielen, später lernte sie Querflöte. Ihre glockenklare Stimme wurde in einem Kinderchor entdeckt. "Wenn man zum ersten Mal ein Solo auf der Bühne singt, ist das wie eine Droge", erzählt die charmante Sängerin. Anna Netrebko ist natürlich ein Vorbild. "Ich habe im Marijinski-Theater schon ihre Vorstellungen gesehen, als sie so jung war wie ich jetzt", erzählt die 24-Jährige, "sie hat die selben Rollen gesungen wie ich: Rosina, Traviata, Susanna, Marfa in Rimski-Korssakoffs ,Zarenbraut', meine Traumrolle." Das große Vorbild macht der 24-Jährigen Mut. "Wir sind unterschiedliche Typen, aber sie hat es geschafft. Und sie kommt von der selben Hochschule."

In dieser Spielzeit durfte Julia Novikova nur eine Premiere als Tau- und Sandmännchen feiern. In Wiederaufnahmen singt sie die Gilda und Esmeralda. Große Häuser interessieren sich für sie nun auch. In Frankfurt singt sie die Königin der Nacht. "Ich möchte an schönen Häusern schöne Rollen singen", sagt Julia Novikova. Hoffentlich hat sie dazu in Dortmund noch lange Gelegenheit.

 Das Preisträgerkonzert mit einem Porträt wird Sonntag (27.1.), 10 Uhr, im SWR Fernsehen gesendet.

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