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Aufbau, Probe, Vorhang auf

Montag (28. 1.) fahren die LKW mit der Ausrüstung vor, zwei Tage später stehen die Schüler der Katholischen Hauptschule Husen bereits mit "Streetlight" - einem Musical gegen Gewalt - im Rampenlicht.

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Damit bringen sie die wahre Geschichte des Afroamerikaners Charles auf die Bühne, der sich Ende der 60er Jahre in den Slums von Chicago weigerte, im Bandenkrieg mitzumischen und dafür nach einer Schussverletzung mit dem Leben bezahlte.

Hinter der Aufführung steht das Projekt "Stark ohne Gewalt" von Mathias Kaps, einem Lehrer aus Hannover. Ihn holte die Kommende in Brackel jetzt nach Dortmund, um im Rahmen einer Projektwoche präventiv auf die Jugendlichen einzuwirken.

Kaps unterrichtet eigentlich Mathe und katholische Religion und hat diverse Streitschlichter-Seminare veranstaltet. Im Jahr 2000 sah er das Musical erstmals beim Weltjugendtag in Rom, seit 2002 bringt er es gemeinsam mit der internationalen Band "GenRosso" in Schulen oder auch Jugendgefängnissen in Deutschland und im Ausland zur Aufführung.

Allein 200 Husener Hauptschüler von der fünften bis zur zehnten Klasse sollen bei der Aufführung am Mittwoch (30. 1.) als Tänzer und Statisten auf der Bühne mitmischen. Der Rest kümmert sich um Bühnenbild, Lichttechnik oder Kostüme. Zwei Tage vom Aufbau über erste Proben bis zur Aufführung? "Kein Problem", versichert Kaps, schließlich würden die Hauptrollen ja von den Profis besetzt.

Gewalt avanciert so zum Diskussionsthema an den Schulen, gleichzeitig entdecken die Jugendlichen, welche Talente in ihnen schlummern - für Mathias Kaps und Kommendedirektor Dr. Peter Klasvogt eine viel versprechende Chance, der Eskalation von Gewalt an Schulen vorzubeugen. Zumal das Projekt über ein Jahr hinweg vor- und nachbereitet wird.

Rund 800 Zuschauer können das Musical am 30. Januar um 19 Uhr in der Sporthalle Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Haferfeldstr., live erleben. Karten gibt es bei der Kommende für 8 (VVK), ermäßigt 4 , Tel. 20 60 50. bel

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