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Aufs Dach gestiegen

Ein wichtiges Bauelement bei den 9. Architekturtagen

Alte italienische Kathedralen, stolze Giebelhäuser und gläserne Dachhäuser mit atemberaubenden Blick auf Los Angelos - im Museum am Ostwall zeigen Architekten aus ganz Europa Fotos von Gebäuden mit ihren Lieblingsdächern und von den eigenen Projekten. Das Dach steht im Mittelpunkt der 9. Dortmunder Architekturtage, die heute im Museum am Ostwall eröffnet werden. Wurden beim letzten Mal die Fenster als «Augen des Hauses» intensiv betrachtet, ist es diesmal das wohl wichtigste Bauelement, das die Bewohner vor Regen, Sturm und extremen Temperaturen schützt. Ob Architekten Häuser und ihre Dächer mehr als Kunstwerk oder Zweckbau ansehen, wird in verschiedenen Vorträgen und anschließenden Diskussionen beleuchtet. Prof. Dr. Christoph Mäckler, Inhaber des Lehrstuhls für Entwerfen und Städtebau der Fakultät Bauwesen der Universität Dortmund und bewährter Organisator der Architekturtage, bedauert es jedenfalls, dass viele seiner Kollegen das Flachdach bevorzugen und sich damit weit von ihren Lieblingsdächern wegbewegen. Er verweist auf Beispiele, wo sich neue klassische Giebeldächer harmonisch in Altstädte einfügen. Er selbst hat der Frankfurter Ausstellungshalle Portikus ein «Fledermausgaubendach» aus Schiefer aufgesetzt, wobei sich der Name auf die flügelartigen Dachfenster bezieht. Seine Studenten zeigen in der Ausstellung, die noch eine Woche zu sehen ist, Modelle von Bauwerken, deren Dächer durch ihren besonderen Charakter hervortreten. Die Ensembles des Prinzipalmarktes in Münster gehören dazu. Dortmunder Dächer sind nicht vertreten. S.K.

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