Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Auftrag nur gegen Lehrstelle

Es gibt nicht die eine Lösung für die Probleme auf dem Ausbildungsmarkt, aber mit einem Maßnahmenpaket ließe sich einiges bessern. Davon zeigten sich die NRW-Grünen bei ihrer Ausbildungsmarkt-Konferenz im Reinoldinum überzeugt.

Anzeige

Zu einem solchen Paket könnten etwa ein Ausbildungsfonds, die Koppelung von öffentlichen Auftragsvergaben an die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen und stufenweise Prüfungen im Rahmen der Ausbildung gehören.

"Die Schere zwischen Ausbildungssuchenden und Lehrstellen geht immer weiter auseinander", machte Daniela Schneckenburger (Foto), Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen deutlich. Insbesondere Städte mit Strukturproblemen wie Dortmund litten darunter. 3,8 Prozent weniger Lehrstellen als im Vorjahr verzeichne hier die Agentur für Arbeit. "Ich vertraue hier den Zahlen der Agentur, die nichts schönreden muss. Die Ausbildungsplatzsituation in Dortmund ist anders, als die Kammern sie darstellen", ist Schneckenburger, selbst Dortmunderin, überzeugt. Wie berichtet verweisen Handwerkskammern wie die IHK im Vergleich zu 2006 auf zweistellige Zuwachsraten bei den Ausbildungsplätzen.

Um die Lasten der Ausbildung gleichmäßiger zu verteilen, plädiert Schneckenburger für Ausbildungsfonds. Ein solcher Fonds funktioniere im Bauhauptgewerbe. "Dort wird hervorragend ausgebildet". Diese Fonds seien auf weitere Branchen auszudehnen. Alle Betriebe einer Branche sollten dort einzahlen. Mit dem Geld könnten ausbildende Betriebe einen Ausgleichsbetrag für Berufsschultage ausgezahlt bekommen und zusätzliche Lehrstellen geschaffen werden.

Darüber hinaus sollten Ausbildungsbetriebe bei der Vergabe öffentlicher Aufträge bevorzugt berücksichtigt werden. Eine entsprechende Rechtsverordnung solle das Land möglichst zügig auf den Weg bringen.

Große Sorgen bereiten die Ausbildungsabbrecher, deren Quote mittlerweile bei 23 Prozent liegt. "Bewerber und Anforderungen des Ausbildungsplatzes passen nicht mehr zusammen", so Schneckenburger. Dem könne man u.a. damit begegnen, dass Schulen und Unternehmen im Vorfeld der Ausbildung stärker kooperieren. Außerdem müsse die Schule mehr Wert auf die so genannten weichen Faktoren wie Verlässlichkeit, Freundlichkeit, Teamfähigkeit legen. Auch Stufenausbildungen, bei denen die Jugendlichen abschnittsweise Prüfungen ablegen, wären eine Option. Wie die Metro AG das Thema angeht, stellte Dr. Jürgen Pfisterer dar. kiwi

Seite 3: Defizite

Anzeige
Anzeige