Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Aus tiefer Bewusstlosigkeit

"Den Menschen zuliebe..." - nach diesem Motto betreut die Caritas schwer beeinträchtigte wachkomatöse und dauerbeatmungspflichtige Menschen.

Anzeige

Dem Mann ihres Herzens zuliebe kommt Tag für Tag Barbara Durczok in das Pflegezentrum St. Josef. Es ist die vorläufige Endstation ihres Lebensgefährten, nach Herzinfarkt, Reanimation, drei Wochen Intensivstation im Klinikum Mitte und vielen Wochen Reha in der Klinik Ambrock im Süden von Hagen. Hier wachte er nach einer Woche aus seiner tiefen Bewusstlosigkeit auf, die erste Reaktion sei ein Lächeln gewesen, "vielleicht nach drei Monaten", meint Barbara, die viele Stunden an seinem Bett saß. Ihm vorlas, ihn streichelte: "Ich war überzeugt, er bekommt alles mit."

Fortschritte aber habe er erst in Derne gemacht, im Zentrum St. Josef. Seine Beweglichkeit nahm zu, das Sprechen kam langsam wieder, er lernte zu essen - neben seiner Sondenkost.

Ab und zu sitzt der 53-Jährige auch schon im Rollstuhl. "Die Schaltzentrale des Gehirns ist aufgrund des Sauerstoffmangels als Folge seines Herzinfarkts gestört", sagt sie und gibt die Hoffnung nicht auf: "Im günstigsten Zustand könnte ich ihn als Pflegefall nach Hause holen." Erkennt er sie? "Nicht immer."

Von der Arbeit dieser vorbildlichen Einrichtung in Dortmund überzeugten sich gestern zum fünfjährigen Bestehen rund 60 Fachbesucher. Therapeuten boten ihnen die Möglichkeit, mal selbst auszuprobieren, wie sich unterschiedliche Formen von Physio- oder Ergotherapie anfühlen. bö

Anzeige
Anzeige