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B 1: Nachtfahrverbot und Tempo-Limit

DORTMUND Stadtdirektor Ullrich Sierau hat die Bezirksregierung in Arnsberg am Montag schriftlich gebeten, auf der B 1 zwischen den Autobahnknoten Dortmund-West und Dortmund/Unna ein Nachtfahrverbot in der Zeit von 22 bis 6 Uhr für LKW über 7,5 Tonnen anzuordnen. Zudem soll die zulässige Höchstgeschwindigkeit für alle Verkehrsteilnehmer zwischen B 54 und B 236 von derzeit 60 auf 50 km/h reduziert werden.

Wie die Stadt Dortmund mitteilte, hätten Untersuchungen ergeben, dass durch dieses Maßnahmenpaket eine wahrnehmbare Lärmminderung von bis zu vier dB(A) erreicht werden könnte, u.a. weil die innerstädtische B 1 pro Nacht um etwa 1.000 LKW entlastet würde.

Die B 1-Initiative hatte diese Maßnahmen zum Schutz vor Verkehrslärm und Schadstoffemissionen schon seit längerem gefordert. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hob im Juni 2006 einen ablehnenden Bescheid der Stadt Dortmund auf und verurteilte die Stadt Dortmund, den Antrag der Initiative neu zu bescheiden.

Dabei vertrat das Gericht die Auffassung, die Stadt sei nach § 45 Straßenverkehrsordnung (Die Straßenverkehrsbehörden können die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs beschränken oder verbieten und den Verkehr umleiten. Das gleiche Recht haben sie ... zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen ...) gehalten, zum Schutz der Anlieger vor Verkehrslärm einzuschreiten. Das Urteil wurde rechtskräftig, nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster eine Berufung nicht zuließ.

Ausweichrouten durch die Stadt sollen vermieden werden

Neue Untersuchungen der Stadt Dortmund belegen nun, dass eine Sperrung der B 1 zwischen den Autobahnkreuzen und nur für den Durchgangsverkehr eindeutig zu favorisieren ist. Dadurch wird der Ziel- und Quellverkehr nicht beeinträchtigt und zudem kein LKW-Verkehr auf innerstädtische Straßen verdrängt. Sperrungen mit kürzeren „Spannweiten“ hingegen würden dazu führen, dass sich deutlich mehr LKW-Fahrer Ausweichrouten über das städtische Straßennetz suchten.

  So kämen bei einer Sperrung zwischen B54 und B236 z.B. deutliche Mehrbelastungen auf die Umfahrungsstrecken über B 236 - Hannöversche Straße - Klönnestraße - Hamburger Straße - Wall - Ruhrallee - B 1 bzw. über B 236 - An der Goymark - Zillestraße - B 54 - B 1 zu. Eine Lärmentlastung an der B 1 zu Lasten der Anwohnerschaft an anderen Stadtstraßen kann allerdings in keinem Fall das Ziel sein.

Stadt Dortmund rudert zurück

Die Stadt Dortmund hatte seinerzeit den Antrag der Initiative vor allem mit dem Argument der Belastungsverdrängung abgelehnt und darauf verwiesen, dass sich mit dem in der Planfeststellung befindlichen B 1-Tunnel die Situation grundlegend verändern werde. Sie hatte auch immer wieder darauf hingewiesen, dass sie selbst die nächtliche LKW-Sperrung zwischen den Autobahnkreuzen nicht anordnen könne.

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