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Bargeld-Affäre: Langte OB-Mitarbeiterin noch dreister zu?

Bargeld-Affäre: Langte OB-Mitarbeiterin noch dreister zu?

Nach neuesten Ermittlungen zur Bargeld-Affäre im OB-Amt soll die 42-jährige Ex-Mitarbeiterin mehr Geld veruntreut haben als die rund 400 000 , die sie zugegeben hat. "Dieser Verdacht, erhärtet sich", erklärte gestern OB Dr. Gerhard Langemeyer gegenüber den RN. Eine Summe wollte er nicht nennen.

Doch im Fokus der Ermittlungen stehen zurzeit rund 36 000 Euro, die die Staatsanwaltschaft bislang einem 61-jährigen, inzwischen pensionierten Mitarbeiter des OB-Amtes zur Last gelegt hatte. Gegen ihn wurde jetzt das Ermittlungsverfahren gegen Zahlung einer Geldbuße von 100 eingestellt.

Seine angeblichen Unterschriften unter Auszahlungsverfügungen sind laut Schriftgutachter wohl gefälscht. Möglicherweise von seiner Kollegin.

Nur in einem Fall war der Beschuldigte geständig: 100 , die er als Geschenk für ein Altersjubiläum aushändigen sollte, musste er wieder mitnehmen, weil die Jubilarin kurz zuvor gestorben war. Da er den Papierkrieg bei der Rückgabe scheute, entschloss er sich, das Geld selbst zu behalten. "Eher ein Unglücksfall als ein Delikt", so Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel (Foto).

Wie berichtet, sind seit 2002 rund 1,1 Mio. im OB-Amt verschwunden - Geld, für das es nur gefälschte oder gar keine Belege gibt. Eine wichtige Frage, zu der Rechnungsprüfer und Staatsanwaltschaft ermitteln: Wie viel davon ist der ehemaligen Stadt-Bediensteten anzulasten, die das Geld zur Finanzierung ihrer Kokainsucht und für Internet-Casinos ausgegeben haben will.

So viel weiß man: Von 2002 bis Anfang 2007 hat sich die Frau mit gefälschten Belegen 690 Mal Beträge zwischen 50 und 5000 von der Stadtkasse bar auszahlen lassen. Gaby Kolle

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