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Beifall für den "Mann der Schiene"

DORTMUND Der Mann mag die Superlative: Die besten Wahlergebnisse (über 80 Prozent), die höchste Zahl an neuen Mitgliedern. Und jetzt auch noch ein rekordverdächtiges "Jubiläum" als Ortsvereins-Vorsitzender: Seit 40 Jahren steht Hans Urbaniak an der Spitze des Ortsvereins Dorstfeld-Oberdorf - und wurde dafür gestern von einer großen Gratulantenschar gebührend geehrt.

Beifall für den "Mann der Schiene"

Blumen für ein „Urgestein“: Hans Urbaniak nahm gestern gemeinsam mit seiner Frau Luise die Glückwünsche von SPD-Ratsfraktionschef Ernst Prüsse (hinten v.l.), Unterbezirkschef Franz-Josef Drabig, Ex-SPD-Landeschef Harald Schartau (r.) und seinen Stellvertretern im Ortsverein, Peter Werner Borris (vorne l.) und Alexandra Wellmann entgegen.

Passenderweise im Kleingartenverein "Glück Auf". Denn der Bergbau hat den Politiker und Menschen Hans Urbaniak geprägt. Und tut es bis heute. "In meiner Straße leben noch viele Kumpels, mit denen ich noch im Streb war", erzählte er gestern den Festgästen. Der gelernte Bergmann wurde Betriebsratsvorsitzender und Gewerkschaftssekretär. Und als der SPD-Ortsverein Dorstfeld-Oberdorf 1968 einen neuen Vorsitzenden suchte, war für Urbaniak klar: "Ich mach das."

Damals saß er für die SPD schon im Rat, wechselte 1970 in den Bundestag, wo er Dorstfeld und Dortmund 32 Jahre lang vertrat. "Das ist alles ganz toll gelaufen", stellt der 77-Jährige rückblickend fest. Und es hat ihn selbst "zum Symbol für Dorstfeld gemacht", wie ihm die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Alexandra Wellmann bescheinigte.

Urbaniak hat die ersten Sozialpläne mit ausgehandelt, die verhinderten, dass die Kumpel "ins Bergfreie fielen". Und er war "der Mann der Schiene", wie SPD-Unterbezirkschef Franz-Josef Drabig feststellte. Denn Urbaniak kämpfte für den Anschluss der Stadt an die S-Bahn - genauso wie für den B1-Tunnel, der nun in greifbare Nähe rückt. Dass er sich in vielen Fragen durchgesetzt hat, lag auf der Hand. "Wenn er etwas erreichen wollte, konnte er wie eine Klette sein", erinnerte sich der frühere Minister und SPD-Landesvorsitzende Harald Schartau schmunzelnd.

Der Geehrte hörte das Lob nicht ohne Genugtuung. "Die Reden waren meiner Einschätzung nach sehr realistisch", bilanzierte Urbaniak - der zuvor schon mit gewohnt kämpferischer Rede allen klar gemacht hatte, dass für ihn mit 40 Jahren an der Ortsvereins-Spitze noch lange nicht Schluss ist.

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