Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Bezaubernde Lebensfreude

«Mama Africa» feierte Premiere - Junge Akteure begeisterten mit Show-Mix

Anzeige

Später kommt der Applaus ganz von selbst im Zirkuszelt an der Westfalenhalle. Da lässt sich das Publikum von der Musik tragen, nimmt den Groove mit rhythmischem Klatschen auf und feiert die Darbietungen der blutjungen Akteure aus Afrika. Ruddle (auch als Talentscout für André Hellers «Afrika, Afrika» tätig) hat die Artisten in seinem Trainingslager in Tansania geschult. Auf ihrer Deutschland-Tournee heimsen sie jetzt den Lohn für ihre Mühe ein. 50 Musiker, Tänzer, Akrobaten, Jongleure, Körperclowns brachten afrikanisches Flair und Temperament nach Dortmund. Eine Truppe aus sieben Ländern von Äthiopien bis Zimbabwe. Ihre Show ist beste Unterhaltung, sie selber scheinen mitunter freudig überrascht, wie gut sie beim Publikum ankommen. Das ist nicht das routinierte Zähneblecken von Show-Profis, ihr Lächeln wirkt echt und ungekünstelt. Über zwei Stunden dauert der Mix aus akrobatischen Kabinettstückchen, Folklore-Elementen, Mitmach-Clownerie. Nicht alles mag Las Vegas-Niveau haben. Kleine Patzer (natürlich sofort ausgebügelt) wirken sogar sympathisch, verraten sie doch, dass wir es mit jungen Talenten, nicht mit Show-Robotern zu tun haben. Man sollte «Mama Africa» auch als Demonstration von Lebensfreude sehen. Afrika ist eben mehr als Hunger, Leid und Lethargie. Natürlich gibt es sie, artistische Glanznummern, die staunen lassen: Absolute Körperbeherrschung bei der menschlichen Pyramide oder der Jonglage. Auf einem Giraffengestell balanciert eine Artistin in Rückenlage die zierliche Kollegin auf den Fußballen. Die lässt sich Tücher anreichen und wirbelt sie mit allen Vieren. Oder die Verrenkungen der Männer ohne Knochen. Die sind so elastisch, dass sie in den Aktenkoffer passen. Eröffnet wurde der Abend von Diakon Horst Borrieß, «Schifferseelsorger» der Kirche am Hebewerk Henrichenburg. Er erbat Glück und Segen für Zelt, Akrobaten und Publikum, ernannte Komiker Tom Gerhardt zum Taufpaten. Borrieß' Gruß: «Willkommen in Afrika!» kai

Anzeige
Anzeige