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Bezirksregierung entscheidet im Herbst

Lindenhorst Zusätzlichen Lärm, schmutzige Luft und noch mehr LKW-Verkehr: Auf den Punkt gebracht genau dies befürchten die Lindenhorster, wenn die geplante Bio-Recycling-Anlage im Hardenberghafen gebaut wird (RN berichteten).

318 Widersprüche gegen das Projekt an der Lütge-Heide-Straße wurden nach Auskunft von Jari Wieschmann, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, am Montag im Saal des Reinoldinums diskutiert. Im Wesentlichen hätten die Gegner der Anlage auch über bereits vorhandene Vorbelastungen durch bestehende Betriebe wie z.B. die Rohstoff Recycling Dortmund GmbH geklagt, hieß es. Der Erörterungstermin sollte ursprünglich drei Tage dauern, doch schon am Montagnachmittag war alles vorbei. Im Herbst werde jetzt eine Entscheidung fallen, so Wieschmann.

Zum Protest gegen die geplante Anlage der BRI Biorecycling Dortmund 1 GmbH & Co.KG, die Speise- und Lebensmittelreste zu Tierfutter und Brennmaterialien verarbeiten will, hatte die Interessengemeinschaft Deusen/Lindenhorst um die Vorsitzenden Peter Migdalsky und Paul Richter aufgerufen. Beide waren beim Erörterungstermin - ziemlich allein - am Montag vor Ort.

Paul Richter auf RN-Anfrage: "Es ist schon traurig, dass bei über 300 Einwendern nur vier Interessenvertreter da waren, aber der Termin um 10 Uhr war für Berufstätige auch ungeeignet. Ich möchte das Ganze nicht mehr kommentieren." Richter und seine Mitstreiter sind enttäuscht. "Wir mussten uns bei anderer Gelegenheit sagen lassen, ein Luftreinhalteplan für Eving sei nicht nötig, da die Messstation keine auffälligen Werte zeige. Dass die aber am Naturkundemuseum und nicht mitten in Lindenhorst steht, interessiert niemanden." fro

In der Bio-Recycling-Anlage könnten pro Jahr rd. 120 000 Tonnen Lebensmittelreste verarbeitet werden. Für den Trocknungsprozess würden die Deutsche Gasrußwerke Abwärme, Betriebsstoffe und Strom liefern.

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