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Blick ins Innere der Synagoge

Nach dem Mittelalter und der Industrialisierung widmet sich die Vortragsreihe "Bild und Klang" in St. Reinoldi nun dem 19. Jahrhundert. An 13 Dienstagabenden (19.30 bis 21 Uhr) treten Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen in Dialoge über ein Phänomen dieser Zeit.

Die "schlafende Stadt" ist Thema der Auftakt-Vorlesung am 23. Oktober, wie sie erwacht, sich ein "Aufbruch in die Moderne" vollzieht, wie sich Arbeiterbewegung und Kultureinrichtungen formieren und Frauenkarrieren entwickeln, zeigen die Experten.

Und auch dem Besuch des Kaisers zur Hafeneröffnung 1899 ist ein Abend (22.1.) gewidmet. Dortmund steht im Mittelpunkt, aber die Unis Dortmund und Duisburg-Essen, das Stadtarchiv, der Historische Verein, die Conrad- von-Soest-Gesellschaft und die Reinoldikirche wollen als Veranstalter die Stadtgeschichte immer in Bezug zu Europa beleuchten.

Die Dortmunder Stadtgeschichte im 19. Jahrhundert habe noch Forschungslücken, so Dr. Günther Högl und Prof. Thomas Schilp vom Stadtarchiv. Sie sehen die Reihe auch als Anstoß zu einer Publikation. Einer der interessantesten Abende ist der am 11. Dezember, an dem "Jüdisches Leben" im Mittelpunkt steht. Högl und Schilp zeigen dann zum ersten Mal eine virtuelle Rekonstruktion der 1900 gebauten Synagoge, die nach Plänen und Fotos aus dem Stadtarchiv von der Technischen Uni Darmstadt gefertigt worden ist. Zum ersten Mal können die Besucher dann einen Blick ins Innere der Synagoge werfen. - "Dieser Abend ist ein Geschenk", freut sich Schilp.

Die Vorträge stehen Studierenden der beiden Unis und Bürgern offen. Sie sind kostenlos und sehr begehrt - pro Semester nehmen 2000 Besucher im alten Chorgestühl von St. Reinoldi Platz. "Ein Stück gelebte Universität in der Stadt", freut sich Schilp.

Die Themen-Übersicht liegt in St. Reinoldi aus. JG www.sanktreinoldi.de

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