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"Bombe" war ein Saxophon

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Ein als "unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung" eingeschätzter schwarzer Koffer löste gestern in einem Linienbus in Hörde einen Großeinsatz der Polizei aus, die die vermeintliche Bombe von Spezialisten des Landeskriminalamtes (LKA) untersuchen ließ. Drei Stunden nach der Entdeckung des Koffers, um 11.56 Uhr, stand fest: Die Bombe ist ein Saxophon, das ein 12-jähriger Schüler am Morgen in dem DSW21-Bus liegen gelassen hatte.

Weiträumig hatte die Polizei den Bus abgesperrt und die benachbarte Bezirksverwaltungsstelle geräumt. Die längste Zeit verbrachten die Einsatzkräfte mit Warten - warten auf Experten des LKA, die den schwarzen Koffer sorgfältig mit Messinstrumenten inspizierten.

Viel Aufwand um ein Saxophon? Polizeisprecher Peter Schulz rechtfertigt die Reaktion seiner Kollegen u. a. mit der Kofferbombe, die im Sommer 2006 im Regionalexpress Düsseldorf - Dortmund entdeckt wurde. "Wir müssen deshalb immer mit dem Schlimmsten rechnen, weil niemand weiß, ob es sich um einen Sprengsatz handelt oder nicht." Wie die Polizei auf "unkonventionelle Spreng- und Brandsätze" reagieren soll, schreibt ein Erlass des Innenministeriums vor.

ban

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