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Bootsmann Baumgart setzt die Segel

Hörde Etwas altes geht, etwas neues entsteht: Dreieinhalb Jahre werkelte Stefan Baumgart fleißig auf dem alten Thyssen-Krupp Parkplatz am Remberg. Nun heißt es "Ahoi" für den 23-Jährigen. Seine neue Bootswerft ist fertig.

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Tonnenweise Schutt musste abgetragen, Fundamente gegraben und eine Werkshalle aufgebaut werden, damit Dortmunds wohl jüngster selbstständiger Bootsbauer die Pforten seiner Werft nun öffnen kann. 3000 qm Fläche für Reparaturen und Restaurierungen von Booten stehen ihm zur Verfügung - passenderweise mit Blick auf den baldigen Phoenix-See.

Die Geschichte von Stefan Baumgart ist eine Hörder Geschichte. Eine weitere, die vom Umbruch des Stadtteils erzählt. Und eine Geschichte die zeigt, was sich auf dem ehemaligen Hoesch-Gelände alles tut. "Für mich ist das natürlich super, was hier alles entsteht", sagt der Bootsbaumeister und schaut über sein Grundstück hinweg zum Phoenix-Gelände. Freizeit, Kultur, neue Technologien - da gehört auch ein Bootsbauer hin.

Unterstützt wurde er beim Aufbau von seinem Vater Norbert Baumgart und einem guten Freund der Familie. Dieter Weidemann ist Dreher und arbeitete - ganz im Sinne dieser Hörder Geschichte - früher bei Hoesch. Also keine Frage für ihn, bei der Umstrukturierung des Geländes mit anzupacken.

Die Werft am Hinteren Remberg 15 haben Vater und Sohn Baumgart und Dieter Weidemann in Eigenregie gebaut. "Alles was wir machen konnten, haben wir selbst gemacht", sagt Stefan Baumgart. Erst kürzlich hat er sich am Fraunhofer Institut zum Klebfachmann weiterbilden lassen und mittlerweile freut er sich über zahlreiche Aufträge. Zur Unterstützung seines jungen Betriebes sucht er deshalb einen Auszubildenden.

Auf seiner Werft lackiert, repariert und restauriert der 23-jährige alte und neue Boote. Eine Leidenschaft, die ihn seit früher Kindheit begleitet. "Schon mein Vater hat gesegelt", sagt er und blickt lächelnd zu seinem Segelboot, das auf dem Testbecken im Hof der Werft treibt. Im Sommer war er damit noch auf dem Lago Maggiore unterwegs. "Jetzt ist es wieder zu Hause", lacht er, "in Hörde." Lena de Boer

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