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Bricht Sabrina L. noch ihr Schweigen?

DORTMUND Die mutmaßliche Kindermörderin Sabrina L. will ihr Schweigen im Prozess möglicherweise doch noch brechen. Das ließ ihr Verteidiger am Dienstag vor dem Dortmunder Schwurgericht durchblicken. Möglicher Termin wäre der 16. Oktober, der gleichzeitig der nächste Verhandlungstag ist.

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Bricht Sabrina L. noch ihr Schweigen?

Lebenslang für Sabrina L.

Auslöser der überraschenden Ankündigung ist die möglicherweise angeschlagene Psyche der 27-Jährigen. Die Richter hatten direkt vor Prozessbeginn zwei Briefe beschlagnahmt, die die Angeklagte im Gefängnis geschrieben hatte. Einer war an ihre Mutter adressiert, einer an den Mann, mit dem sie vor ihrer Festnahme eine Beziehung hatte.

Das Schwurgericht begründete die Beschlagnahme mit der Erforschung des Seelenlebens. "Es geht um die Beurteilung der psychischen Verfassung der Angeklagten", erklärte der Vorsitzende Richter Wolfgang Meyer. Eigentlich wollte er die beiden Briefe im Prozess verlesen, doch der Verteidiger von Sabrina L. legte sein Veto ein: Nicht bei Anwesenheit der Öffentlichkeit. Später begründete er seine Intervention mit dem Schutz der Privat- und Intimsphäre.

Will sich die 27-Jährige möglicherweise etwas antun? So dramatisch ist es wohl nicht. Angeblich schreibt sie in den Briefen, dass sie mit ihrem Leben nicht fertig geworden ist. Und auch, dass sie sich die Arme aufgeritzt hat. Ob früher oder ganz aktuell muss aber wieder Spekulation bleiben. Sie selbst ließ sich gestern nichts anmerken. Sie erschien mit einem hellblauen Strickpulli, über den sie eine Kette mit einem großen, silbernen Kreuz trug.

Ihr letzter Freund ist offenbar immer noch aktuell. Auch das soll aus den Briefen hervorgehen. Angeblich besucht er sie regelmäßig im Gefängnis.

Sabrina L. wird vorgeworfen, ihre drei Kinder Chantal, Pascal und Kevin erstickt zu haben. Mit einem Urteil ist erst im November zu rechnen.

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