Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Bunt, nass und sympathisch

APLERBECK Es ist 30 Jahre jung und dazu eine recht symphatische Erscheinung - das Aplerbecker Hallenbad. Gut, ein Solebecken sucht man hier vergebens. Auch eine Wasserrutsche ist nicht zu finden.

/
Das Aplerbecker Hallenbad bleibt vorerst geöffnet. Der Umbau wurde verschoben.

Reinhard Milde.

Dafür empfängt den Besucher der heimelige Charme der 70er Jahre. Bunte Fließenmosaike, Grünpflanzen und das mit vielen kleinen Details ausgeschmückte Nichtschwimmerbecken sorgen für eine gemütliche Atmosphäre - ein leichter Chlorgeruch hängt in der Luft. Das Hallenbad in Aplerbeck (Baujahr 1977) ist bestimmt keine Schönheit.

Das liegt alleine schon an der kastenförmigen Bauweise - quadratisch, praktisch, gut. Aber einen immensen Vorteil hat das Bad gegenüber den neuen, trendigen Spaßbädern - man kann richtig schwimmen. Eine 25-Meter-Bahn (Wassertiefe bis zu 3,40 Metern) mit fünf Startblöcken lassen keine "Stehversuche" zu. "Hier haben schon tausende Kinder schwimmen gelernt. Daher sind die Spaßbäder für uns auch keine echte Konkurrenz", erklärt Reinhard Milde, 1. Vorsitzender der SG Dortmund Süd.

Die ist seit 2003 für das wirtschaftliche Wohl zuständig. "Die Stadt wollte damals aus Kostengründen Bäder schließen - da mussten wir handeln", sagt Milde. Eintrittsgelder, ein Betriebskostenzuschuss der Stadt, Gelder von den Schulen und Anteile der Vereine sorgen heute dafür, dass "am Jahresende eine schwarze Null auf der Abrechnung steht", erklärt Reinhard Milde. "Wir leben hier auf der Sonnenseite", sagt er und meint damit die Auslastung durch 15 Schulen, vier Schwimmvereine und die DLRG. Dazu die zahlreichen Angebote für den "Otto Normalverschwimmer" - vom Baby bis zum Senioren.

"Uns wird schon mal nachgesagt, wir seien nicht attraktiv genug", sagt Milde, "aber was heißt schon attraktiv. Bei uns lernt man schwimmen. Wir erfüllen damit auch eine soziale Aufgabe und sorgen für Arbeitsplätze." Drei Fachangestellte für den Badebetrieb und zwei Servicekräfte sind festangestellt. Über 50 ehrenamtliche Helfer sorgen für Ordnung im kühlen Nass und drumherum. Damit das auch alles klappt, das mit dem Schwimmen.

 

/
Das Aplerbecker Hallenbad bleibt vorerst geöffnet. Der Umbau wurde verschoben.

Reinhard Milde.

Anzeige
Anzeige