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Club-Kultur in Szene setzen

DORTMUND Beide waren vor Ort, haben die Loveparade in Essen begutachtet und hatten die Dortmunder Brille auf: Was können wir 2008 in Dortmund verbessern? Kai-Uwe Brinkmann sprach mit Stadtdirektor Ullrich Sierau und Udo Mager von der Wirtschaftsförderung.

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zzDo- Ullrich Sierau Planungsdezernent 18.03.99 (Vahlensieck)

So viel gute Laune steckt an: Udo Mager, in einem Essener Hotel an der Strecke postiert, greift zur Trillerpfeife. Stahlschmidt

Herr Sierau, Sie waren bei Kollegen im Essener Rathaus zu Besuch, wo viele Fäden zusammenliefen. Ihr Eindruck von der Organisation? Sierau:Ich war auch noch in der City und muss sagen, dass die Essener einen guten Job gemacht haben. Das war veranstalterisches Neuland und man hatte mit unerwartet vielen Besuchern zu tun.

Von denen die meisten mit der Bahn anreisten und sich in rappelvolle Züge quetschten. Was lehrt uns das für Dortmund?

Sierau: Daraus leitet sich ab, dass wir uns weit im Vorfeld mit Bahn und VRR zusammensetzen werden, um derartige Engpässe zu vermeiden. Ich finde es absolut vernünftig, wenn die Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Und deshalb werden wir entsprechend große Kapazitäten zur Verfügung stellen.

Ein Massenandrang wie in Essen birgt für Dortmund die Gefahr, dass am Bahnhof nichts mehr geht, weil auch die Parade direkt dort vorbeiführen soll. Bleibt es bei der Streckenführung über den nördlichen Wallring?

Sierau: Wir haben mit dem Veranstalter eine vertragliche Vereinbarung, die das vorsieht. Ich gehe davon aus, dass es nach den Erfahrungen von Essen weitere Gespräche gibt. Das jetzige Konzept hat den Vorteil, dass der südliche Teil der City für den Verkehr befahrbar bliebe.

Als große Bühne und zentraler Platz für Hunderttausende ist also weiterhin das Gelände rund ums 'U' und das Westentor vorgesehen?

Sierau: Auch das ist vertraglich fixiert. Ich glaube aber, dass man zur Entlastung der Zentralbühne Schauplätze und Events an anderen Orten schaffen kann. Einige Paradewagen könnten weiter unterwegs sein oder in der City als mobile Disko eingesetzt werden. Das bindet ein Publikum und setzt Akzente abseits des Westentors.

Zu Ihnen, Herr Mager: Sie sind der Mann, der sich um Wirtschaft und Marketing kümmert. Was haben Sie auf der Loveparade 2007 lernen und beobachten können?

Mager: Ich habe gesehen, dass es eine Super-Party ist, ein Volksfest, bei dem alle Altersgruppen vertreten sind. Ich habe die Loveparade als eine Leistungsschau des Reviers erlebt: Das kann nicht nur Berlin, auch die Metropole Ruhr stemmt so ein Event.

Ihr Wunsch für 2008?

Mager: Ich habe viele Wünsche. Einer wäre, dass die Fluglinie easyjet recht bald anfängt, im Bordmagazin über die Loveparade 2008 zu reden. Mit dem Hinweis, dass man in Dortmund landen und übernachten kann. Ich wünsche mir, dass unsere Gäste ein paar Tage bleiben, dass sie hier einkaufen und Dortmunds kulturelle Angebote entdecken. Ich wünsche mir ein zweites 'Zu Gast bei Freunden', nur größer!

Was werden Sie tun, damit Wünsche wahr werden?

Mager: Ich denke, wir müssen im Stadtmarketing gezielt auf Technofans und Musikfreunde abheben. Dortmund hat eine lebendige Club-Kultur, die wir in der Außendarstellung noch nicht genug inszeniert haben. Wir werden uns mit Diskobetreibern und Szenekennern kurz schließen, um die Zielgruppe der Raver zu erreichen. Denen werden wir das andere Dortmund zeigen, jung und hip. Die Botschaft: Hier kannst Du die Nacht zum Tag machen!

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zzDo- Ullrich Sierau Planungsdezernent 18.03.99 (Vahlensieck)

So viel gute Laune steckt an: Udo Mager, in einem Essener Hotel an der Strecke postiert, greift zur Trillerpfeife. Stahlschmidt

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