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Das Ende der Schwarzbauten

DORTMUND Entlang der Emscher, in idyllischer Grünlage, sind im Laufe vieler Jahre auf städtischem Grabeland statt Häuschen in Laubenpieper-Romantik teils wohnhausverdächtige Bauten aus der Gartenerde gestampft worden, die die Stadt in dieser Form nicht stehen lassen kann. Ullrich Sierau als Planungschef macht sich auf einen juristischen Kampf gefasst.

Das Ende der Schwarzbauten

Entlang der Emscher in Dorstfeld gibt es auf gut 30 Parzellen Aufbauten, die illegal errichtet wurden.

Nein, er mache keine Treibjagd auf die Grabeland-Nutzer, aber dort, wo Schwarzbauten entstanden seien, müsse man nun einmal Baurecht durchsetzen. Stadtdirektor Ullrich Sierau war als Planungschef Dortmunds gefragt, als das Problem mit der illegalen Bebauung städtischer Grabelandflächen auftauchte. Zwischen Sportplatz, Hahnenmühlenweg und der Kleingartenanlage „Im Wiesengrund“ in Dorstfeld gibt es auf gut 30 Parzellen Aufbauten, die unzulässiger Weise errichtet wurden.

Ein Teil der Flächen mit bis zu 40 Jahre alten Pachtverträgen liegt planungsrechtlich im so genannten Außenbereich. Da dort nur priviligierte Bauvorhaben wie z. B. land- und forstwirtschaftliche Betriebe zulässig sind und der Flächennutzungsplan an dieser Stelle zudem „Grünfläche“ ausweist, scheidet eine nachträgliche Legalisierung der baulichen Anlagen aus. Sierau spricht nun von „systematischer Aufklärung der Situation“. Und: „Das ist noch juristisch abzukämpfen.“

Klage eingereicht

Aber erste Beseitigungsverfügungen sind bereits raus. Zwei der Gebäude (Hahnenmühlenweg 99 und Emscherpfad 96) werden dauerhaft zu Wohnzwecken genutzt. Die Pachtverträge wurden durch den Stadtverband Dortmunder Gartenvereine zum Jahresende gekündigt, die Stadt Dortmund hat per Ordnungsverfügung die Beseitigung der Gebäude mit einer Frist von sechs Monaten gefordert. In beiden Fällen haben die Nutzer Klage eingereicht.

Aber es wird weitere Nutzer treffen, kündigt die Stadt an. Den Pächtern sollen Ersatzflächen in bestehenden Kleingartenanlagen angeboten werden. Das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt fordert mit Jahresfrist die Beseitigung der baulichen Anlagen auf Kosten der Pächter. Gleiches trifft übrigens auch für das Wohnhaus ohne Genehmigung am Emscherpfad 94 zu.

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