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Demenz nicht totschweigen

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Rund 7000 Menschen in Dortmund leiden an Demenz - Tendenz steigend. "Von den 70-Jährigen sind zehn Prozent betroffen, von den 90-Jährigen bereits ein Drittel", weiß Reinhard Pohlmann, Projektleiter des Dortmunder Demenz-Servicezentrums. Deshalb sei es wichtig, nicht nur die Krankheit zu behandeln, sondern auch präventiv tätig zu werden. "Und genau das macht unser Zentrum."

Da trifft es sich gut, dass die Stadt Dortmund und die LWL Klinik ihre Kooperation fortsetzen wollen. Anlass ist die Bewilligung weiterer Fördergelder - 100 000 Euro, jeweils zur Hälfte bezahlt vom Land NRW und den Pflegekassen. Die Stadt Dortmund schießt nochmal 20 000 Euro zu. Stadtrat Siegfried Pogadl und der Ärztliche Direktor der Klinik, Prof. Ulrich Sprick, unterschrieben die Vereinbarung gestern im Tremonia-Saal des Rathauses.

Der Haken: Die Förderung läuft zunächst nur bis zum Februar 2008. Doch Pohlmann ist optimistisch: "Die bisher geleistete Arbeit ist ein hervorragendes Zeugnis, das alle Partner dazu bewegen sollte, das Projekt weiter zu verfolgen."

Bereits seit drei Jahren ist das Demenz-Servicezentrum im Sozialamt erste Anlaufstelle für Betroffene und deren Angehörige. "Auch sie brauchen Unterstützung", erklärt Pohlmann, "zumal viele die Krankheit immer noch als Tabu-Thema betrachten. Die Öffentlichkeit muss stärker für das Thema sensibilisiert werden."

Betreuung und Gesprächsrunden im Demenz-Servicezentrum, Hoher Wall 5-7, sollen Abhilfe schaffen. 60 Helfer stehen zudem bereit, um pflegende Angehörige zu Hause zu entlasten. Und am 15. September findet im Eugen Krautscheid-Haus, Lange Straße 42, der 1. Aktionstag "Demenz" statt. Von 11 bis 17 Uhr können sich Betroffene und Angehörige rund um das Thema Demenz austauschen. dac

Infos unter Tel. 50 - 2 60 16, oder im Internet:

www.demenzservicezentrum. dortmund.de

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